Rezension: Zwischen Schnee und Ebenholz

Ann-Kathrin Wolf – Zwischen Schnee und Ebenholz

Zwischen Schnee und Ebenholz

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 382
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die 17-jährige Alexandra White ist mit Märchen aufgewachsen, denn ihr Oma, bei der sie nach dem Tod der Mutter aufwächst, ist eine Märchenerzählerin. Außerdem hat sie wegen ihres Aussehens den Spitznamen „Schneewittchen“. Doch auf einmal spielen Märchen auch in der Schule und in ihren Privatleben eine wichtige Rolle… Was haben der neue Referendar William Grimm und die Zwillinge Lukas und Gabrielle damit zu tun? Und wird es auch für Alexandra ihr persönliches Happy End geben?
  • Rezension: Das Cover ist einfach märchenhaft und man vermutet bei dem Titel sofort, dass es wohl um das Märchen von Schneewittchen geht. Trotzdem war ich sehr überrascht wie dieses Märchen in dieser Geschichte verarbeitet wird – Märchen generell. Die Idee finde ich klasse und die Umsetzung ist wirklich einfach märchenhaft. Mehr will ich hier jetzt nicht verraten, um die Spannung nicht vorweg zu nehmen. Die zumeist jugendlichen Charaktere sind jeder für sich sehr authentisch und ich habe mich sofort in Alex verliebt und auch in ihre Freundin Lilly – an den Beiden merkt man wieder einmal wie schön es ist Freundinnen zu haben. Neben den Themen Freundschaft, Vertrauen und Loyalität spielt auch das Thema Liebe eine wichtige Rollen, denn mehr als einer der Protagonisten verliebt sich innerhalb dieses Buches und natürlich ist auch wie bereits erwähnt das Thema Märchen ein zentrales Motiv des Buches. So beginnt ja z.B. auch jedes der Kapitel mit einem Zitat aus einem Märchen – die Idee finde ich genial und ich habe so Märchen entdeckt, die ich vorher noch nicht kannte und mich in die anderen Märchen noch einmal neu eingelesen – wirklich toll! Ich finde es nur sehr schade, dass es scheinbar keine Fortsetzung geben wird, denn ich hätte noch jeden Menge Fragen dazu, wie es denn jetzt weitergeht und auch einige Geheimnisse des Buches sind noch nicht komplett aufgedeckt. Trotzdem kann ich dieses Jugendbuch uneingeschränkt weiter empfehlen.  Vielen Dank an das Team vom im.press Verlag, der mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

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Rezension: Der kleine Wolf

Silke Winter – Der kleine Wolf

kleine Wolf, Der - Silke Winter

  • Verlag: —
  • Seitenzahl: 32
  • Teil einer Reihe?: Nein, aber in diesem Buch verstecken sich mehrere Kurzgeschichten über den kleinen Wolf.
  • Inhalt: Der kleine Wolf erlebt eine Menge und stellt viele Fragen, um sein Rudel besser kennen zu lernen.
  • Rezension: Ich habe mich sofort, als ich das Cover gesehen habe in den kleinen Wolf verliebt. Die einzelnen Geschichten sind schön als Ganzes zu lesen, aber man kann sie auch einzeln lesen, wenn man z.B. mit Kindern über das Thema Freundschaft, Erwachsnen werden oder Zähne-Verlieren sprechen möchte.  Toll finde ich auch, dass Kinder ganz nebenbei etwas über das Leben von Wölfen erfahren, z.B. das sie im Rudel leben. Vielleicht könnte man noch ein paar mehr Fachbegriffe einbauen, um den Wissensdurst von Kindern zu stillen, aber das ist Geschmacksache. Richtig schade finde ich aber, dass es in diesem Buch, dass doch so eindeutig ein Kinderbuch ist keine Bilder gibt. Ich bin mir sicher, dass man die einzelnen Geschichten des kleines Wolfes super als einzelne, kleine Bilderbücher mit lustiges Titeln herausbringen könnte und das sie viele Liebhaber finden würden. Aber auch so, „nur“ zum Vorlesen finde ich das Buch wirklich empfehlenswert. Vielen Dank an die Autorin des Buches, die mir dieses eBook freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

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Rezension: Frostblüte

Zoe Marriott – Frostblüte

Frostblüte

  • Verlag: Carlsen
  • Seitenzahl: 464
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Frost ist kein normales Mädchen und das nicht nur weil sie unnahbar scheint und niemanden so recht an sich heran lässt. Wenn Sie bei einer Auseinandersetzung verletzt wird und blutet verwandelt sich das Mädchen in einen Wolf mit unglaublichen Kräften. Deshalb ist sie lieber allein. Dies ändert sich als sie auf eine Gruppe von Bergwächtern trifft, die gegen die Aufständischen kämpfen, insbesondere ihrem Anführer Luca und Arian seinem besten Freund.
  • Rezension: Ich kann jetzt gar nicht mehr genau sagen, warum dieses Buch mein Interesse geweckt hat, denn eigentlich mag ich Werwolf-Geschichten nicht so gern. Vielleicht lag es an dem doch sehr ansprechenden Klappentext, dem interessanten Cover oder es war einfach weibliche Intuition. Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich mich für „Frostblüte“ entschieden habe, denn ich habe das Buch in nur drei (Arbeits-) Tagen gelesen. Das Schicksal des Mädchens Frost, dass so sehr vom Schicksal gestraft ist, dass sogar seine eigene Mutter sie nicht wirklich an sich heran lassen konnte und das nie Liebe gefühlt hat, hat mich tief berührt. Frost gibt sich und ihre Wünsche und Vorhaben nicht auf, sondern kämpft gegen sich selbst und alle Widrigkeiten an, um zu erreichen, was sie sich vorgenommen hat. Dabei hat mich besonders beeindruckt, wie sie gegen sich selbst bzw. den Wolf in ihr ankämpfen muss, sich letztendlich aber doch eingestehen muss, dass sie sich bei anderen Menschen wohl zu fühlen beginnt. Frost ist unglaublich stark und hat ein sehr großes Herz für das Leid ihrer Mitmenschen, was besonders beachtlich ist, da ihre Mitmenschen in ihrem Leben ja nicht immer nett zu ihr gewesen sind. Obwohl mich die Zeitsprünge anfangs etwas verwirrt und im Lesefluss unterbrochen haben, habe ich es nach kurzer Zeit sehr geliebt auf diese Art und Weise mehr über die Vergangenheit von Frost zu erfahren. Neben Frost haben mich besonders die Freude Arian und Luca in ihrer Unterschiedlichkeit beeindruckt und machen das Buch wirklich zu etwas ganz besonderem und ließen mich eine wundervolle Liebesgeschichte und die Geschichte einer Freundschaft miterleben, die ich so in diesem Buch niemals erwartet hätte. Frost steht mehr als einmal vor der Frage was ihr wirklich wichtig ist im Leben und was sie dafür zu riskieren bereit ist.  Die Beziehung zwischen den Dreien ist sehr stark nach der Frage von Loyalität und Vertrauen geprägt und macht sie deshalb meiner Meinung nach besonders für Jugendliche sehr ansprechend. Zudem ist die Geschichte einfach unglaublich spannend und irgendwie trotz ihres fantastischen Hintergrundes sehr authentisch.  Der einzige Wermutstropfen ist, dass das Buch für mich zu früh und zu plötzlich aufhört. Ich hoffe es gibt noch eine Fortsetzung wie es nun mit Frost und den anderen weitergeht. Obwohl das Buch sich wohl grundsätzlich eher an Mädchen richtet, kann ich mir durchaus vorstellen, dass es das Potential hat auch männliche Leser zu begeistern und bin mir sicher, dass auch der eine oder andere Erwachsene so wie ich Spaß an diesem Jugendbuch hat.
  • Bewertung: 4 Sterne

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