Rezension: Licht in tiefer Nacht

Nora Roberts – Licht in tiefer Nacht

  • Verlag: RandomHouse Audio
  • Länge: 6 CDs, Laufzeit: ca. 7h 55
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Bodine Longbow leitet erfolgreich das Familienunternehmen, eine Ranch in Montana. Immer wieder stellt sie auch Callen Skinner, den sie schon aus ihrer Jugend kennt… Alles könnte total schön und idyllisch sein, doch da ist ein Schatten der seit Jahren über der Familie schwebt: Vor vielen Jahren ist Alice verschwunden, die Tante von Bodine. Die meisten Familienmitglieder glauben, dass sie nicht mehr lebt. Doch sie täuschen sich und ahnen nicht, dass Alice ganz in der Nähe lebt, allerdings nicht das Leben führen darf, dass sie sich wünscht…
  • Rezension: Ich bin ein Fan von Nora Roberts und auch diesmal bin ich nicht enttäuscht worden. Auch diese Geschichte hat mich tief berührt. Auch wenn man als Leser natürlich von Anfang an weiß, wie (fast) alles zusammenhängt, tut das der Spannung natürlich keinen Abbruch. Man fiebert Gleichzeit mit Alice und Bodine mit und ahnt dann nicht, wie sich am Ende wirklich alles fügt. Natürlich ist die Handlung besonders im Bezug auf Alice Leben aber auch erschreckend, doch nicht so düster beschrieben, dass es meine Lese- bzw. Anhöre-Freude hat trüben können. Auch die Stimme der Vorleserin ist sehr angenehm und auch wenn man das Buch über einen längeren Zeitraum im Auto hört, verliert man nie den Faden und freut sich nebenbei auf jede noch so kleine Fahrt und ärgert sich plötzlich auch nicht mehr im Stau zu stehen. Ich habe die Protagonisten nach und nach richtig ins Herz geschlossen. Das Hörbuch kann ich wirklich absolut empfehlen. Einziger kleiner Wermutstropfen ist dass das Buch dann „sehr schnell“ endet und ich gerne noch ein paar mehr Infos zu Alice bekommen hätte.
  • Bewertung: 

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Frauenbuch „Möppelchensex“ zu gewinnen

Ich habe mal wieder ein Frauenbuch für euch: Möppelchen(s)ex von Juliane Albrecht (Pro-Talk Heart Verlag)
Möppelchen(s)ex von Juliane Albrecht ist ein selbstironischer Roman für Frauen, die mehr als 90-60-90 im Kopf haben, über eine Frau, dessen Ehemann sie mit einer Schlankeren betrügt. Die Autorin schreibt herrlich komisch und erfrischend frech über eine Heldin zum Verlieben und sehr viel auch über sich selbst. Juliane Albrecht ist wie Anne Töpfer und Claire Bonamy eines der Pseudonyme, hinter denen die erfolgreiche und produktive Autorin Andrea Russo Jugendbücher und Frauenromane  veröffentlicht. 

Mir wurde das Buch mit folgenden Worten ans Herz gelegt: „Frau Russo erzählt in dem Buch äußerst amüsant, teilweise aus eigener Erfahrung,(…) Das wäre bestimmt spannend für deine Leser!“ Das dachte ich auch und daher freue ich mich sehr, dass ich ein Exemplar verlosen darf.

Schreib mir einfach, warum du das Buch gewinnen möchtest, und schon hüpfst du in den Lostopf. Das Gewinnspiel endet am 17.02.17.

 

Der Gewinner muss eine Versandadresse in Deutschland haben und wird zufällig ausgelost.

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Rezension: Geradeaus ist keine Himmelsrichtung

Irene Zimmermann – Geradeaus ist keine Himmelsrichtung 

  • Verlag: Diana
  • Seitenzahl: 368
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die drei Freundinnen Karola, Regine und Giulia wollten eigentlich nur gemeinsam ein Auto aus der Schweiz abholen und nach Deutschland bringen, doch erleben sie ein großes Abenteuer. Es beginnt damit, dass sie Geld im Kofferraum des Autos finden, dass sicher nicht für sie gedacht war. Sie wollen es aber gern behalten…
  • Rezension:  Dieses Buch ist wirklich sehr unterhaltsam. Auch wenn der Klappentext schon sehr viel verrät, so ist man doch immer wieder überrascht, was den drei Freundinnen alles so passiert und vor allem wie sie ihre Probleme angehen. Daher gilt auch irgendwie der Weg ist das Ziel, wie bei einem guten Roadmovie so üblich… das Buch ist nicht besonders anspruchsvoll, aber wirklich witzig, genau das das Richtige für dieses kalte und regnerische Wetter.
  • Bewertung: 

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Rezension: Sidonia & Sofia

Rebecca Sander – Sidonia & Sofia

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  • Verlag: Marta Press
  • Seitenzahl: 124
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die Erzählung: Sidonia & Sofia (etwas befremdlich das eher kaufmännische „Unizeichen“) beschäftigt sich mit zwei Frauenschicksalen in unterschiedlichen Jahrhunderten. Beide haben literarisches Talent, beiden gemeinsam ist die Unangepasstheit an die Erwartungen der Gesellschaft, der Wille nach Selbstverwirklichung und die damit verbundene Ablehnung,  Ausgrenzung und kräfteverschlingende Suche nach Identität. Die Geschichte von Sidonia ist real, die junge Frau lebt im 18. Jahrhundert und war eine anerkannte und ausgezeichnete Dichterin, die aber durch ihre eher „männliche“ Lebensweise immer aneckte. Die zweite Geschichte von Sofia ist fiktiv und steht exemplarisch für die Emanzipationsbestrebungen junger, aufgeklärter Frauen, die von der Gesellschaft auch in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts immer noch in Rollenklischees gesteckt werden.
  • Rezension: Neugierig durch den Untertitel der Erzählung „Schwestern im Geiste“ und das Vorwort der Autorin mit intelligenten Zitaten von Virginia Woolf über die Schwierigkeiten einer musisch talentierten Frau noch im 19. Jahrhundert ihre Begabung zu entfalten, habe ich eine spannende Auseinandersetzung mit den Themen: „Frau im Wandel der Zeit, Geschlechterrollen in verschiedenen Jahrhunderten, Patriarchat und Ausbruchsversuche der Frauen“ erwartet. Doch die Enttäuschung war groß, denn der Stil der Autorin ist recht abständig. Besonders in der Geschichte von Sofia bewirkt der Literarische Kunstgriff, das Leben eines Menschen durch die Augen einer anderen Person (hier die Schwester) und Tagebuchaufzeichnungen darzulegen, dass die Identifikation mit der Hauptfigur nicht recht gelingen will. Das Sofia auch noch psychisch krank sein muss und der rigiden Erziehung ihrer in einer Sekte lebenden Eltern ausgesetzt ist macht sie Geschichte nicht überzeugender. Schließlich geht es um die „normale“ Ungeheuerlichkeit der männlichen Vorherrschaft! Manchmal war die Erzählung über Sidonia recht spannend, wenn diese ihre Umgebung mit scharfem Verstand beobachtet und kommentiert. „Meine Schwester und ihr Mann umarmen und küssen sich ausgiebig. Sie demonstrieren vor mir die Wonnen des Ehestandes“ (Sie selbst ist mit 25 noch unverheiratet.) Insgesamt aber reihen sich Abschnitte aus Sidonias Leben wie Momentaufnahmen aneinander und lassen den Leser außen vor. Neugierig gemacht haben mich nur die eingestreuten Originaltexte der Dichterin Sidonia Zähnemann und diese werde ich dank der Quellenhinweise nachlesen.
  • Bewertung: 2 Sterne

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Rezension: Das Herz der Alraune

Cornelia Haller  – Das Herz der Alraune

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  • Verlag: dtv
  • Seitenzahl: 448
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist die Fortsetzung von „Seelenfeuer“, in dem von Luzias Zeit als Hebamme berichtet wird.
  • Inhalt: Luzia Gassen hat sich als Mann verkleidet, um an der renommierten Universität von Montpellier Medizin studieren zu dürfen. Am Tag der letzten Prüfungen fliegt der Schwindel auf und Luzia muss fliehen. Doch auch zurück zuhause in Überlingen sind ihr nicht alle wohlgesonnen. Sie arbeitet dort im Hospital vor allem in der Frauenheilkunde und macht sich damit nicht nur Freunde. Bald muss sie wieder um ihr Leben fürchten…
  • Rezension: Ich habe mich sehr darauf gefreut, mal wieder einen historischen Roman zu lesen. Leider verrät der Text auf der Homepage des Verlages viel zu viel – nicht lesen!!! Die Lektüre war trotzdem super, aber es hat schon ein wenig die Spannung genommen. Luzia ist eine großartige Frau und die Zeit des Mittelalters wird einem beim Lesen mal wieder in ihrer erschreckenden Grausamkeit vor Augen geführt. Die Hexenverfolgung ist wirklich ein sehr dunkles Kapitel. Darüber hinaus sind auch die persönlichen Beweggründe der handelnden Protagonisten sehr gut und ausführlich beschrieben und auch wenn ich ganz sicher nicht alle sympathisch finde, so haben sie mich doch beeindruckt und gefesselt. Die Handlung ist extrem spannend und sehr glaubhaft. Man merkt das die Autorin sehr gut recherchiert hat und jede Menge Herzblut in diesem Buch steckt. Das Einzige, was mich wundert ist der Titel. Den versteh ich irgendwie nicht. Das Buch kann ich aber trotzdem absolut weiter empfehlen. Ich denke, es lohnt sich sicher auch, zuerst den ersten Band „Seelenfeuer“ zu lesen, bevor man dann diesen großartigen Roman zur Hand nimmt. Ich hoffe es gibt noch einen weiteren Teil.
  • Bewertung: 5 Sterne

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Rezension: Cop Town. Stadt der Angst

Karin Slaughter – Cop Town. Stadt der Angst

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  • Verlag: Random House Audio
  • Länge: 6 CDs, Laufzeit: 7h 53
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Wir haben das Jahr 1974 und Kate Murphy tritt ihre Dienst als Polizeien in den Straßen von Atlanta an. Und als wäre dieser Job nicht ohnehin schon gefährlich genug, treibt auch noch ein Mörder sein Unwesen, der es ausschließlich auf Polizisten abgegessen hat. Gemeinsam mit ihrer Partnerin Maggie Lawson versucht Kate das Ganze aufzuklären und dabei haben sie nicht nur gegen die Verbrecher sondern auch die Abneigung ihrer männlichen Kollegen zu kämpfen.
  • Rezension: Dieser Thriller ist wirklich etwas ganz besonderes, denn er vermittelt einen ganz Besonderen Einblick in die Gedankenwelt von Polizistinnen. Ohne das ich zu viel vom Inhalt verraten möchte kann ich doch sagen, dass wir hier wirklich sehr starken Frauen begegnen und teilweise ganz schön harten Tobak verarbeiten müssen aus dem Alltag der Polizei. Die Stimme passt sehr gut zu einem Thriller und mir ist mehr als einmal eine Gänsehaut über den Rücken gelaufen. Was aber ab Besten war ist, dass ich bis kurz vor Schluss selbst auch nicht wusste wie alles zusammenhängt und wer der Täter ist. Das macht meiner Meinung nach einen guten Thriller aus, daher kann ich dieses Hörbuch wirklich empfehlen, auch wenn ich glaube, es hätte mir als Buch noch etwas besser gefallen und ich hätte mir die Namen der Protagonisten dann besser merken können.
  • Bewertung: 4 Sterne

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Rezension: Der Engelsbaum

Lucinda Riley –  Der Engelsbaum

Engelsbaum

  • Verlag: Goldmann
  • Seitenzahl: 640
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Greta Marchmont kehr nach 30 Jahren in ihre alte Heimat zurück. Allerdings kann sie sich nicht mehr daran erinnern, denn nach einem Unfall leidet sie unter Gedächtnisverlust. Per Zufall entdeckt sie dann aber bei einem Spaziergang das Grab ihres eigenen Sohnes und versucht deshalb der Vergangenheit wieder zu entdecken und besonders mehr darüber herauszufinden, wer sie einmal war. Doch nicht alles, was sie dabei herausfindet gefällt ihr und sie braucht sehr viel Kraft, um sich dem Ganzen zu stellen…
  • Rezension: Auch wenn es sich hier um ein sehr frühes Werk der Autorin handelt, dass jetzt noch einmal neu aufgelegt wurde, so kann man doch den typischen Stil der Autorin entdecken. Man bekommt wieder eine Familiengeschichte, die ans Herz geht und eine starke Protagonistin. Dabei merkt man, dass Menschen manchmal eine große Veränderung innerhalb ihres Lebens durchmachen können und dass es viele nicht leicht haben.  Außerdem wird wieder einmal deutlich, welche große Rolle die Familie im Leben von Menschen spielen kann und wie gefährlich Geheimnisse sein können.
  • Bewertung: 4 Sterne

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