Rezension: Ein Sommer ohne uns

Julia K. Stein – Regenbogenzeit

Ein Sommer ohne uns

  • Verlag: Loewe
  • Seitenzahl: 240
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Tom und Verena kennen sich so lange sie denken können und seit sie dreizehn Jahre alt sind, sind sie sogar ein Paar. Die beiden lieben sich, aber kurz vor dem Abi beginnen sie plötzlich an ihrer Beziehung zu zweifeln und fragen sich, ob das schon alles gewesen ist. Daher treffen sie eine folgenreiche Entscheidung, deren Konsequenzen sie am Anfang gar nicht absehen können und die ihre Liebe auf eine harte Probe stellt.
  • Rezension: Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, jetzt kann ich euch nur den Tipp geben, lest ihn nicht. Er verrät viel zu viel. Generell finde ich dass es zu lange dauert, bis die Geschichte an diesen wichtigen Wendepunkt ankommt. Gut gefällt mir, dass man von Anfang an immer abwechselnd die Perspektive von Tom und von Verena erzählt bekommt. Das ist besonders bei dieser Thematik sehr wichtig, weil man so viel tiefer in das Innere der Beiden eintauchen kann. Aber leider sind sie mir so gar nicht sympathisch und ich mag auch die Sprache die ihnen die Autorin in den Mund legt nicht. Daher hatte ich beim Lesen nicht so viel Spaß und habe auch kaum „mitgefiebert“, wie es mit der Liebe der Beiden weitergeht. Zudem gefällt mir diese Art von Experimenten persönlich auch einfach gar nicht, vielleicht ein weiter Punkt, warum ich diese eBook eher nicht weiter empfehlen kann.
  • Bewertung: 3 Sterne

Achtung! Das Buch erscheint offiziell erst am 15.02.16. 

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Rezension: Road to Hallelujah

Martina Riemer – Road to Hallelujah

Road to Hallelujah

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 393
  • Teil einer Reihe?: Ja. Dies ist der erste Roman von »Road to Hallelujah«. Ein weiterer Band erscheint im Sommer 2016.
  • Inhalt: Sarah hat einen großen Traum, sie möchte mit ihrer Gitarre nach New York reisen. Doch als ihre Oma, bei der sie aufgewachsen ist,  stirbt ist sie sich nicht mehr sicher, ob sie es wirklich machen möchte. Doch ihr Bruder Nat überzeugt sie, dass ihre Oma wollen würde, dass sie sich ihren Traum erfüllt. Also macht sie sich gemeinsam mit dem Mitbewohner ihres Bruders, Johnny, auf den Weg nach New York.  Beide sind anfangs nicht sehr begeistert davon, gemeinsam dort zu sein, aber sie haben es Nat versprochen…
  • Rezension: Ein wunderschöner Sommer-Roman! Ich habe mich sofort in Sarah und Johnny verliebt und finde es großartig durch den Erzählstil immer abwechselnd die Perspektive der Beiden kennen zu lernen. Die Songtitel zu Beginn eines jeden Kapitels stimmen einen perfekt ein auf das nächste Kapitel. Generell gefällt mir die Stimmung des Buches sehr gut. Sarah und Johnny sind sehr sympathische Charaktere gerade aufgrund ihrer Ecken und Kanten und Kelsey ist sowieso großartig. Ich habe das Buch daher wirklich verschlungen und mit den beiden mitgefiebert, was sie so alles erleben und wie sie sich näher kommen. Es ist toll mitzuerleben, wie sich die beiden immer mehr vertrauen und sich so beide sehr verändern. Dabei spielt die Frage danach wie man sein Leben gestalten möchte immer eine sehr wichtige Rolle, was das Buch meiner Meinung nach u.a. zu einem so guten Jugendbuch macht. Die Geschichte ist unglaublich spannend und romantisch zu gleich und sie hat sehr viel Tiefgang für eine Sommer-Lovestory. Ich kann euch „Road to Halleluja“ wirklich wärmstens ans Herz legen.
  • Bewertung: 5 Sterne

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Rezension: Viktorias Kuss

Nadin Hardwiger  – Viktorias Kuss. Es war einmal… war gestern

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  • Verlag: dp digital publishers
  • Seitenzahl: ca. 90
  • Teil einer Reihe?: Ja, es gibt noch ein weiteres Buch aus der „Es war einmal… war gestern – Reihe“. Es heißt „Lucindarella„. 
  • Inhalt: Viktoria Lindo hat ein Problem, sie hat die Unterlagen für eine wichtige Präsentation in einen Datenschutzcontainer gelegt und bekommt sie jetzt nicht wieder heraus. Zum Glück kommt ihr der neue Hausmeister Nik zur Hilfe. Doch Viktoria ist ihm nicht besonders dankbar und lässt ihn und seine Einladung zum Essen einfach links liegen. Erst recht als sie am nächsten Tag erfährt das sie mit ihrer Präsentation eigentlich nie eine wirkliche Chance hatte, konzentriert sie sich komplett auf ihre Arbeit und ihren Erfolg und will sich nicht von Nik ablenken lassen. Doch dann merkt sie, dass es noch andere wichtige Dinge im Leben gibt als beruflichen Erfolg und Anerkennung und natürlich geht ihr Nik nicht einfach so aus dem Kopf…
  • Rezension:  Im Juni habe ich das erste Buch der Reihe „Lucindarella. Es war einmal… war gestern“ gelesen und war total begeistert von dieser ganz neuen Form des Märchens „Aschenputtel“. Deshalb habe ich mir sehr gefreut, als ich auch den zweiten Band der „Es war einmal… war gestern – Reihe“ schon vor seinem offiziellen Erscheinen lesen durfte. Ich denke ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass auch hier bereits das Inhaltsverzeichnis das Geheimnis lüftet, um welches Märchen es sich hier handelt. Eine Idee die ich nach wie vor sehr großartig finde. Die Geschichte an sich ist einfach märchenhaft schön und Viktoria sehr sympathisch und einfach liebenswert. Auch wenn es ein wenig vorhersehbar war, fand ich es doch spannend zu lesen, wie Viktoria endlich erfährt, wer sich hinter Nik verbirgt. Mehr als einmal wollte ich den beiden zurufen, was sie tun oder sagen sollen, um den Missverständnissen vorzubeugen. Außerdem macht das Buch einfach Mut auf sein herz zu hören und das zu tun, was einem wirklich am herzen liegt, egal, ob man dafür Anerkennung bekommt oder nicht. Toll fand ich auch, dass mir Lucinda (die Hauptperson aus Lucindarella) als Nebenfigur wieder begegnet ist und ich hoffe, dass auch die dritte WG-Mitbewohnerin bald ihr eigenes Märchen bekommt. Ich kann euch dieses eBook wirklich absolut empfehlen, nachdem ich Lucindarella gelesen habt ;-). Und für die unentschlossenen unter euch gibt es wieder eine kostenlose Appetizer-Version, bei der ihr schon mal in das Märchen hinein schnuppern könnt.
  • Bewertung: 5 Sterne

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Rezension: Ein wunderbares Jahr

Laura Dave – Ein wunderbares Jahr

wunderbares Jahr

  • Verlag: RandomHouse Audio
  • Länge: 5 Audio-CDs, Laufzeit: ca. 362 Minuten
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Giorgia Ford probiert gerade ihr Brautkleid an, als sie ihren zukünftigen Ehemann mit einer anderen Frau und einem Kind beobachtet. Sie flüchtet aus dem Geschäft und macht sofort auf den Weg nach Hause, zum Weingut ihrer Eltern. Als sie nach der langen Autofahrt ankommt merkt sie aber sofort, dass auch dort nicht alles in Ordnung ist. Sie beginnt um die heile Welt ihrer Kindheit zu kämpfen und u.a. die verrückten Pläne ihrer Eltern den Verkauf des Weißgerber betreffend abzuwenden. Dabei muss sie herausfinden, dass sich das Glück nicht immer dort befindet, wo man es sucht sondern manchmal auch da, wo man es lange nicht mehr gesucht hat…
  • Rezension: Dieses Hörbuch ist einfach traumhaft und die perfekte Lektüre für das gemütliche Sonnenbaden im Urlaub. Ich habe mich schon nach wenigen Minuten in Giorgia und ihre Familie verliebt. Sie war mir so unglaublich sympathisch, gerade in ihrer Art immer alles in Ordnung bringen zu wollen. Außerdem war ihre Geschichte total schön und spannend, man hat immer mitgefiebert, ob sie nun ihr Glück findet oder nicht. Sehr interessant fand ich es auch, dass man nebenbei in Rückblenden auch immer etwas über ihre Kindheit und die Entstehung des Weinberges ihrer Familie erfährt. Generell fand ich die Thematik Weinanbau sehr informativ – ich wusste bisher nicht, wie komplex es ist. Sehr gut gefallen hat mir aber auch die Frage Nachgang, wie man im Leben eigentlich hingehört und was richtig für einen ist. Ich kann euch allen dieses wunderbare Hörbuch jetzt immer Sommer absolut empfehlen, vielleicht findet es ja den Weg in die eine oder andere Reisetasche.
  • Bewertung: 5 Sterne

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Rezension: Ein Buchladen zum Verlieben

Katarina Bivald – Ein Buchladen zum Verlieben

Buchladen

  • Verlag: der Hörverlag
  • Länge: 2 mp3-CD, ca. 13,5 Stunden
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt:  Amy ist 68 Jahre alt und lebt Iowa.  Die 28-jährige Sara kommt aus aus Schweden  und die beiden Frauen haben sich noch nie gesehen, aber sie kennen sich gut, denn die schreiben sich regelmäßig Briefe. Dabei geht es vor allem im ihre große Gemeinsamkeit – sie leiben beide Bücher über alles.  Eines Tages macht sich Sara dann auf den Weg nach Broken Wheel zu machen, um Amy zu besuchen. Doch als sie dort eintrifft, ist Amy nicht mehr am Leben. Trotzdem bleibt Amy dort und beschließt kurzerhand mit Amis Bücher eine Buchhandlung zu eröffnen. Damit ändern sich nicht nur das Leben der Dorfbewohner, sondern auch das von Sara, die auf einmal merkt, dass das Leben außerhalb von Büchern gar nicht so schlecht ist und man sich nicht nur in Bücher verlieben kann…
  • Rezension: Schon nach wenigen Minuten war es um mich geschehen und ich hatte mich bis über beide Ohren in die Geschichte verliebt. Und dieses Liebe hat bis zum Schluss gehalten, obwohl ich sie immer wieder auffrischen musste, weil mich das Buch über einen sehr langen Zeitraum begleitet hat, vor allem an Tagen, an denen es mir nicht so gut ging und ich im Bett lag. Deshalb musste ich immer mal wieder „zurückspulen“, um mir das Geschehene ins Gedächtnis zu rufen. Dabei habe ich mich nach und nach nicht nur in Sara, sondern genau wie sie in das gesamte Dorf Broken Wheel verliebt – in das Lesen hatte ich mich genau wie May und Sara schon vorher verliebt. Auch daher war das Buch so bezaubernd, weil man ganz genau spüren konnte wie sehr Sara das Lesen und die Welt der Bücher liebt. Ich fand es aber gerade deshalb sehr schön ihre Wandlung hin zum realen Leben mitzubekommen. Es gab dieses vielen kleinen wunderschönen Szenen zum Lesen und zum Leben – das macht das Buch aus und genau das fand ich so großartig. Sehr schön waren auch die Briefen von Amy an Sara, die man nach und nach eingestreut ins Buch zu lesen bekam. Ich kann dieses Hörbuch wirklich weiter empfehlen – aber nehmt euch auf jeden Fall die Zeit es ganz in Ruhe anzuhören! Vielen Dank an das Team vom Hörverlag, der mir diese Hörbuch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

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Rezension: Agathe Ugly

Maximilian Appel, Claudelle Deckert, Thomas Wulfes – Agathe Ugly

Agathe Ugly

  • Verlag: Little Tiger Verlag
  • Seitenzahl: 40
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die kleine Spinne Agathe hat es nicht leicht, denn keiner mag sie, ihren haarigen Körper und ihre langen Beine. Sie versucht alles und träumt sich weg, doch alles hilft nicht. Sie wird sogar von einem Staubsauger eingesaugt, doch wider Erwarten ist das nicht Agathes Ende, denn sie sieht im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht am Ende des Tunnels und wird endlich glücklich.
  • Rezension:  Eigentlich mag ich keine Spinnen, aber als ich auf der Leipziger Buchmesse einer riesigen Plüschversion von Agathe Ugly begegnet bin habe ich mich sofort in sie verliebt. Kurz darauf konnte ich dann auch einen Blick in ihre Geschichte werfen und war sofort hin und weg. Das Bilderbuch ist so unglaublich niedlich – besonders wenn man bedenkt, dass die Hauptperson ja eine Spinne ist. Es gefällt mir nicht nur inhaltlich sondern auch optisch unglaublich gut, man sieht förmlich wie es der armen Agathe geht und auch der Text ist vom Layout sehr ansprechend gestaltet, dadurch das die einzelnen Wörter unterschiedlich groß geschrieben sind, Das gefällt mir sehr gut!!! Neben den Bildern, die ohnehin schon zum darüber sprechen einladen, animieren auch die Worte dazu, darüber nachzudenken warum wohl welches Wort größer ist als die anderen… einfach genial. Ich bin mir sicher, dass alle Kinder sich sofort in Agathe verlieben werden und man in Zukunft in vielen dieser Freunde-Bücher lesen kann, dass Spinnen ihr Lieblingstier sind. Ich kann euch dieses wundervolle Bilderbuch nur wärmstens ans Herz legen – ich liebe es, es ist nicht nur wunderschön sondern zeigt auch auf so wunderbare Art und Weise dass es jeder stolz auf sich sein kann und liebenswert ist, ganz genauso wie er oder sie ist!!!! Vielen Dank an das Team vom Little Tiger Verlag, der mir diese Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gesellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

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Rezension: Heirate nie in Monte Carlo

Graham Greene – Heirate nie in Monte Carlos

Heirate nie in Monte Carlo

  • Verlag: Wagenbach
  • Seitenzahl: 115
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Bertrand und Carry wollen heiraten. Sie ist seine große Liebe, nachdem seine erste Ehe gescheitert ist. Alles ist vorausgeplant, alles soll in einem beschaulichen englischen Städtchen stattfinden, so wie es dem schmalen Budget der verlobten angemessen ist. Bertrand ist Buchhalter in einer großen Firma und wird eines Tages zum GAM (großen alten Mann) gerufen. Der geheimnisvolle, unberechenbare Chef aus der achten Etage braucht die Erkenntnisse des Zahlengenies um einen Fehler in der Buchhaltung aufzuspüren. Bertrand löst das Problem und wird von seinem Chef auf seine Yacht eingeladen, um die Hochzeitsreise nach Italien zu machen nachdem Cary und Bertrand in Monte Carlos geheiratet haben. Der GAM duldet keinen Einwand und lässt alles von seiner Sekretärin arrangieren. Cary ist nicht begeistert, lässt sich aber auf das Arrangement ein. Doch dann läuft alles schief, das Hotel ist zu teuer, der GAM erscheint nicht und Bertrand muss spielen, um die Rechnungen bezahlen zu können. Beim Spiel blüht er auf und Cary welkt dahin, doch nicht lange…
  • Rezension: Graham Greene, der „weitgereiste Schwerenöter“, schreibt ein romantisches Märchen, dessen Originaltitel „Loser takes all“ den Inhalt und die Moral besser beschreibt als der deutsche Titel. Denn Bertrand pokert hoch im Roulettespiel und der Liebe zu seiner Verlobten Cary, verliert sie und seinen Einsatz und steht am Ende doch auf der Gewinnerseite, nachdem er auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle gegangen ist. Das Ganze ist ziemlich unaufgeregt beschrieben und entfaltet gerade deshalb eine Sogwirkung. Wie wird es enden? Funktioniert sein System beim Roulette, kann er Cary zurückgewinnen? Es macht Spaß, das Buch zu lesen, zumal es auch äußerlich sehr schön gestaltet ist: rotes Leinen mit einem Foto, das eine Badeszene aus den Fünfzigern zeigt, die Lust auf den Inhalt macht. Insgesamt ein Kleinod. Vielen Dank an das Team vom Wagenbach Verlag, der mir diese Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gesellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

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