Zu gewinnen / Rezension: SMOKE

Dan Vyleta – SMOKE

  • Verlag: carl`s books
  • Seitenzahl: 624
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Wir befinden uns in England in einer Welt ähnlich dem 19. Jahrhundert . Dort gibt es ein ganz besonderes Phänomen, wenn ein Mensch etwas Böses tut oder denkt, dann sieht man es ihm an, denn für alle sichtbar  steigt Rauch aus seinem Körper auf. Zwei Schüler eines Elite-Internates – Thomas und Charlie – wollen dem Ganzen auf den Grund gehen und decken mehr auf als sie gedacht hätten. Am Ende müssen sie sogar Angst um ihr eigenes Leben haben…
  • Rezension: Der Klappentext des Buches hat mich sofort neugierig gemacht und er hält wirklich was er verspricht. Schon nach weniger Seiten war ich gefesselt von der Geschichte – schon lange nicht mehr habe ich so viele Seiten an einem Stück gelesen. Und Thomas ist mir dabei sofort ans herz gewachsen außerdem wollte ich auch unbedingt wissen, was hinter dem Rauch steckt. Doch das Buch ist auch sehr düster – womit ich es wahrscheinlich auch hätte rechnen müssen, bei einem Buch, in dem „Das Böse“ was auch immer das genau ist eine zentrale Rolle spielt. Mir persönlich war es dann zwischenzeitlich einfach zu düster und ich habe mich beim Lesen zu sehr gegruselt. Außerdem ist das Buch wirklich sehr gesellschaftskritisch und macht sehr nachdenklich. Das hatte ich so nicht erwartet. Wer aber mit diesen beiden Punkten kein Problem hat, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Es ist wirklich genial geschrieben!
  • Bewertung: 

 

Möchtest du das Buch jetzt unbedingt lesen?!  Dann schreib mir einfach warum, der Gewinner wird am 20.05.17 unter allen Kommentaren verlost. 

 

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Rezension: Ich bin, was ich darf

Volker Kitz – Ich bin, was ich darf

ich bin, was ich darf

  • Verlag: Knaur
  • Seitenzahl: 272
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt & Rezension: In seinem neuen Buch: „Ich bin, was ich darf“ hat der bekannte Wissenschaftler Volker Kitz wieder einen Volltreffer gelandet. Er erklärt auf sehr spannende und überaus vergnügliche Weise wie Recht und Gerechtigkeit funktionieren und das geschieht so anschaulich, dass auch der Nichtjurist die Gesetzgebung versteht, intelligente Belehrung über Gesellschaftspolitik inbegriffen.
    Schon die Widmung an die Mutter des Autors macht neugierig: „Meiner Mutter, die an einem Fall in diesem Buch beteiligt war. Sie hat gezeigt, das wir die Welt verändern können.“ Man möchte sofort loslegen und herausbekommen, um welchen der authentischen und wahren Fälle es sich wohl handeln könnte. Die Widmung zeigt auch, dass der Autor nicht nur theoretische Paragraphen-Reiterei betreiben wird, sondern sich mit dem Menschen beschäftigt, für den „Gerechtigkeit ins Recht“ kommen soll.  Das Buch ist in sechs Kapitel unterteilt, die sich mit Bevormundung, Selbstbestimmung, Freiheit, Familie, Strafe und Wert des Lebens befassen. Abgerundet werden diese Erörterungen durch eine sehr persönliche und neugierig machende Einleitung und einen umfangreichen Anhang, der den Leser in die Lage versetzt, die Fälle nachzuspüren und sich mit „Mehrwissen“ zu bereichern.
    Eigentlich ist in der Einleitung schon alles angedeutet, was in dem Buch zu finden ist.  Der Autor erinnert sich in einer Prüfungssituation an die juristische Leitthese, die ihn während des Studiums eingebläut wurde: Die einzig richtige Antwort gibt es nicht. Es kommt darauf an, Argumente für beide Seiten zu erkennen. Der Prüfling handelt danach und scheitert trotzdem, seine Arbeit wurde korrigiert mit der Frage: Wie entscheidet sich der Verfasser? Er wird von seinem Professor belehrt, dass ein Philosoph über einen Fall nachdenken kann, bis er die Wahrheit gefunden hat, er darf auch die Frage offen lassen. Aber ein Richter muss über ein menschliches Schicksal entscheiden, hier und jetzt. Das Recht kann keine Fragen offen lassen. Das Ganze ist so stimmig verpackt, das man das Gefühl hat, so habe man auch schon oft gedacht, aber keine Lösung gefunden. Wie der Rechtsstaat Lösungen findet und keine Entscheidung offenlägest erfahren wir aus dem Buch. Wie schon erwähnt: spannend und sehr informativ. Haben wir uns nicht auch schon oft gefragt, wo die Grenzen der Individualität sind, wo Gemeinwohl und damit Unterordnung anfängt, was gerecht ist und was der Einzelne dazu beitragen kann und wie wir Veränderungen erstreiten können? Der Autor wünscht uns viel Spaß beim Erspüren der Macht und den hat man! Es ist müßig, die einzelnen Kapitel darzustellen. Wie bereits erwähnt, kann man sie unter so vielen Gesichtspunkten lesen, wie man Stimmungen hat: philosophisch, juristisch, individuell, persönlich betroffen… immer bieten die Fälle alles für die verschiedenen Aspekte und regen zu vielfältigen Betrachten an. Aber auch Fragen werden angeregt und der Leser kann sich z.B. Gedanken machen, wie frei man eigentlich in einem freien Land sein kann, und mit welchen Vorraussetzungen darf der Staat Handlungsfreiheit einschränken? Betrachtet die Rechtssprechung die Intention einer Handlung oder das Ergebnis? Und wie steht es mit dem Grundsatz: Gnade vor Recht? Begnadigung geschieht nach Ermessen, es gibt keine geregelten Voraussetzungen. Und wie ist es mit dem Recht auf Religionsfreiheit, wenn eine Religion erlaubt Frauen zu schlagen? Darf der Staat mir den Rausch verbieten, wenn es mir dabei gut geht? Fragen über Fragen , zu denen das Buch eine gute Diskussionsgrundlage bietet. Gleichzeitig sollte man auch im Kopf behalten, dass die Gesetzte von Menschen gemacht, ausgelegt und angewendet werden, deren Geisteshaltung nicht immer kontrollierbar ist.
  • Bewertung: 5 Sterne

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Rezension: Muc

Anna Mocikat – MUC

MUC 1

  • Verlag: Knaur
  • Seitenzahl: 368
  • Teil einer Reihe?: Ja. Es ist der erste Band. Der Zweite trägt den Titel „MUC. Die verborgene Stadt.“.
  • Inhalt: Pia lebt nach dem „großen Sterben“, das eigentlich nur rothaarige Menschen überlebt habe in einem kleinen Dorf in den Alpen. Sie ist schon immer ein Außenseiter, da sie schwarze Haare hat. Doch als sie dann zwangsverheiratet werden soll, wird es ihr zu viel. Sie beschließt sich auf den Weg in die nächste Stadt zu machen, nach MUC, und dort ihren Bruder und ihr Glück zu suchen. Doch MUC ist ein ganz anderer Ort als Pia erwartet hatte und ganz und gar nicht das Paradies, von dem Pia geträumt hatte… Ganz im Gegenteil  – und Pia muss sie sich dort schnell entscheiden, für welche Ideale sie einstehen möchte..
  • Rezension: Ich hatte zuerst von dem zweiten Band gehört, der mich sofort neugierig gemacht hat. Doch war mir auch sofort klar, dass ich zuerst den Beginn lesen muss. Gesagt – getan. Nun habe ich den ersten Band mittlerweile förmlich verschlungen. Pia ist einfach ein unglaubliches Mädchen, aber auch die anderen Charaktere die sie bei ihrem Leben in MUC kennenlernt sind wirklich klasse, sehr vielschichtig und haben mich beim Lesen immer wieder überrascht. Im Allgemeinen ist die Handlung zwar teilweise vorhersehbar, aber trotzdem sehr fesselnd und immer wieder passieren Dinge, die ich so nicht erwartet hätte. Zudem hat es einen leichten Hauch von „so könnte es wirklich in der Zukunft sein“, den ich immer sehr erschreckend finde gemischt mit dem Flair eines Computer Survival-Games. Man merkt dem Buch an, dass die Autorin als Gamewriterin für verschiedene Videospielhersteller gearbeitet hat. Und das ist in dem Fall absolut als Kompliment gemeint. Außerdem ist es gut recherchiert, so z.B. wird einem dann auch der für mich zuerst etwas rätselhafte Titel deutlich und vermittelt nebenbei ein paar Infos aus den Bereichen Geschichte und Wissenschaft. Ich kann euch allen das Buch absolut ans herz legen, wenn ihr Lust auf ein extrem spannendes Jugendbuch habt, das in der Zukunft spielt und freue mich sehr, dass ich direkt mit dem Lesen des zweiten Teiles weitermachen konnte.
  • Bewertung: 5 Sterne

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Rezension: Blaue Harmonie

Marion Hübinger – Blaue Harmonie

Blaue Harmonie

  • Verlag: im.press
  • Seitenzahl: 323
  • Teil einer Reihe?: Ja, es ist der Beginn einer Trilogie. Band zwei heißt „Rote Rebellion“ und der letzte Band wird „Schwarzer Verrat“ heißen und voraussichtlich am 03.03.2016 erscheinen.
  • Inhalt: Sarina lebt in einer wie es ihr scheint perfekten Welt. Nachdem auf der Erde eine Pandemie ausgebrochen ist, konnten ihre Eltern auf den Planeten Aeterna fliehen, wo die Siebzehnjährige jetzt lebt. Dort bestimmten die Gefühle der Menschen über das Leben. Und als die Aura ihres Bruders ein zorniges Rot zeigt wird er verhaftet, weil er der Gesellschaft gefährliche werden kann. Sie beginnt zu realisieren, dass vielleicht doch nicht alles so perfekt ist. Als dann noch de geheimnisvolle neue Junge auftaucht, werden Sarina die Augen geöffnet…
  • Rezension: Ich lese sehr gerne Jugendbücher und diese Serie hat mich sehr neugierig gemacht. Eine Welt in der die Gefühle der Menschen kontrolliert werden – in der möchte ich sicher nicht leben, auch wenn es sicher einfacher wäre. Der Autorin gelingt es diese Gesellschaft sehr glaubwürdig zu beschreiben, dass ich es mir irgendwie wirklich habe vorstellen können. Die jugendlichen Charaktere haben mich sofort in ihren Bann gezogen – ganz besonders natürlich Sarina. Man fiebert als Leser unglaublich mit ihr mit, wie sie das neue Leben meistert, in das sie hinein katapultiert wird, nachdem ihr die Augen geöffnet werden. Ich will nicht zu viel verraten, aber das Buch hat wirklich unglaublich viel Gefühl und eine sehr besondere Geschichte über Liebe, Vertrauen und die Manipulation der Menschen durch die Mächtigen, die einem häufig gar nicht bewusst ist. Ich kann euch allen den Beginn dieser Trilogie wirklich sehr empfehlen und freue mich schon auf den zweiten Band.
  • Bewertung: 5 Sterne

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Rezension: Du bleibst was du bist

Marco Maurer – Du bleibst was du bist. Warum bei uns 

Du bleibst was du bist

  • Verlag: Droemer
  • Seitenzahl: 384
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: In Deutschland gilt nach wie vor das Prinzip der sozialen Auslese satt Bildungsgerechtigkeit. Das hat auch der Autor Marco Maurer erlebt, denn er gehört zu den nur 23% der Nicht-Akademikerkinder, die es geschafft haben zu studieren. Aber das war alles andere als leicht. In seinem Buch erzählt er woran das liegen könnte. Er spricht dafür mit Bildungsforschern, Neurowissenschaftlern, Psychologen und natürlich vielen selbst Betroffenen.
  • Rezension: Ich bin selbst Lehrerin in einem sozialen Brennpunkt und daher liegt mir die Thematik besonders am Herzen. Außerdem habe auch ich studiert ohne das meine Eltern selbst einen Uni-Abschluss haben. Das Buch ist sehr lehrreich, allerdings phasenweise etwas schwer zu lesen. Man sollte es nicht an einem Stück lesen, sondern immer mal wieder ein Kapitel. Vielleicht rüttelt es den einen oder anderen auf und trägt dazu bei, dass sich die Verhältnisse in Deutschland doch wieder zum Positiven verändern und nicht weiter gilt, „du bleibst, was du bist“. Wer an der Thematik interessiert ist, dem kann ich das Buch wirklich empfehlen, es ist eine gute Grundlagenlektüre, die offen mit dem Thema umgeht.
  • Bewertung: 4 Sterne

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Rezension: Kommissar mit Herz

Carlos Benede  – Kommissar mit Herz. Meine Jungs, meine Leben, unser Weg

Komissar mit Herz

  • Verlag: Knaur
  • Seitenzahl: 240
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Carlos Benede arbeitet bei der Münchener Polizei und hat dort eine ganz besondere Aufgabe, er kümmert sich um die Opfer von Verbrechen. Durch seine Arbeit  im Kommissariat für Prävention und Opferschutz lernt er auch Alex kennen. Der elfjährige Junge hat den Mord an seiner Mutter mit erlebt. Nach einiger Zeit äußert dieser den Wunsch, dass er bei Carlos aufwachsen möchte und er sagt spontan „ja“ und adoptiert ihn später sogar. Die beiden wachsen immer mehr zusammen und haben es dabei nicht immer leicht. Einige Jahre später bekommt Carlos mitten in der Nacht einen Anruf und kurze Zeit später hat er noch einen zweiten Sohn, denn er spürt, dass er sich um den Kleinen einfach kümmern muss….
  • Rezension: Diesen Buch hat sofort mein Interesse geweckt, aber ich wusste ich kann es erst lesen, wenn es bei mir wieder etwas ruhiger geworden ist, denn es war klar, dass mich das Buch sehr beschäftigen würde. Die Schicksale von Kindern gehen mir immer besonders ans Herz und es war klar, dass dieses Buch alles andere als Lektüre sein würde, denn es handelt sich ja um eine wahre Begebenheit und das echte Leben ist häufig viel grausamer als das, was sich irgendwie Autor ausdenkt. Ich musste beim Lesen sehr häufig an meine Kids in der Schule und meine eigene Kindheit denken, die sehr schön war und bin wieder neu dafür dankbar, dass ich so behütet aufgewachsen bin. Vor Carlos kann ich wirklich nur den Hut ziehen, wie er sich um die beiden Jungs kümmert und um die vielen anderen, dass ist wirklich großartig. Und auch seine eigene Lebensgeschichte als Kind und Jugendlicher, die er uns im Buch ebenfalls erzählt hat mich wirklich berührt.  Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und ich bin mir sicher, dass es euch genau ergehen wird wie mir. Es ist wirklich absolut weiter zu empfehlen, aber Vorsicht, es wird einen bleibenden Eindruck bei euch hinterlassen und euch die Gesellschaft und eurer Leben ein wenig mit anderen Augen sehen lassen. Vielen Dank an das Team vom Knaur Verlag, die mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
  • Bewertung: 5 Sterne

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Rezension: Die wundersame Beförderung

Vikar Swarup – Die wundersame Beförderung

Die wundersame Beförderung

  • Verlag: Kiwi Paperback
  • Seitenzahl: 400
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die junge Inderin Sappna kann es kaum glauben, als sie während ihrer Mittagspause von Acharya, einer der reichsten Männer Indiens angesprochen wird. Er bietet ihr an die Leitung seines Imperiums an und dafür jede Menge Geld. Vorher soll sie sieben Prüfungen meistern. Zuerst schlägt Sappna den Vorschlag aus, doch dann zwingen sie familiäre Probleme zum Umdenken und sie beginnt sich zu fragen, wann wohl die Prüfungen beginnen, wie sie aussehen und was Acharya wirklich plant und ob er erst ernst meint.
  • Rezension: Vikas Swarup ist der Autor des Buches, das zur Grundlage wurde für den bekannten Film „Slumdog Millionaire“ und dieses Buch „Die wundersame Beförderung“ wurde  mir von einer Freundin wärmstens ans Herz gelegt. Das wie ich finde sehr schöne Cover macht gleich deutlich, wohin die Reise geht – nämlich nach Indien. Und dieser Ort ist nicht zufällig gewählt, denn im kompletten Buch geht es um Indien, seine Gesellschaft und ihre Probleme. Es ist sehr informativ und gesellschaftskritisch. Allerdings muss ich sagen, dass es mir an einigen Stellen zu heftig ist, was da geballt auf Sappna und indirekt auch auf mich als Leser einprasselt. Es ist zwar spannend sie bei ihren Prüfungen im Alltag zu begleiten, aber ich finde es ist etwas sehr viel auf einmal, dadurch wird es teilweise sehr unrealistisch und wirkt manchmal etwas konstruiert, wie in einem Märchen – wenn auch manchmal einem sehr grausamen –  aus dem wir etwas lernen sollen. Aber irgendwie ist es das ja auch ein wenig denke ich… denn wo sonst als in einem Märchen bekommt ein einfaches Mädchen die Chance ein riesiges Imperium zu führen und unabhängig von ihrem Abschneiden bei den dafür vorgesehenen Prüfungen jede Menge Geld. Ich kann sehr gut verstehen, warum mir meine Freundin dieses Buch empfohlen hat, aber ich weiß nicht so recht, was ich persönlich davon halten soll. Vielleicht habe ich aber auch gerade nicht die richtige Stimmung für dieses anspruchsvolle Buch.
  • Bewertung: 4 Sterne

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