24. Jan 2012
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2012
Mathias Jung – Der kleine Prinz in uns

- Verlag: Karl Rauch
- Seitenzahl: 155
- Teil einer Reihe?: Nein
- Inhalt:
In diesem Buch wird “der kleine Prinz” unter verschiedenen Aspekten neu beleuchtet, als Parabel über Kindheit und Erwachsensein, Freundschaft und Liebe, Krise, Tod und Hoffnung.
- Rezension:
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es sehr spannend, die Geschichte des kleinen Prinzen unter so vielen verschiedenen Aspekten zu betrachten. Auch hat mir das Buch tiefe Einblicke in die Hintergründe des Buches und des Lebens von Antoine de Saint-Exupéry sowie einiger seiner anderen Werke. Das Buch ist sehr kurzweilig zu lesen und regt das Nachdenken über viele verschiedene Dinge an. Besonders gut hat mir das Kapitel über “das Kind in mir gefallen” und generell die Behandlung des Themas “Kindsein” – es hat mich noch eimal darin bestärkt, wie wichtig es ist, sich das Kind in sich selbst zu erhalten, aber besonders auch, wie wichtig es ist, dass Kinder sie selbst sein dürfen und nicht von uns Erwachsenen “verbogen” werden. “Kindsein” ist das entscheidende an der Kindheit und KInder haben ihre ganz besondere Sicht auf das Leben und das sollten wir ihnen nicht nehmen, denn es ist wichtig, dass sie sich selbst finden und “einsortieren” können. Als Kind “verbogenen” Erwachsenen fehlt später ihr inneres Kind und somit ein Teil ihrer Selbst. Genau das macht dieses Buch sehr deutlich – das gefällt mir sehr gut. Ich finde auch den Umgang mit dem Thema Selbstfindung aber auch (Sehn-) Sucht sehr gelungen. Auch die Gedanken zu den Themen Politik, Wissenschaft, Stress und Tod regen durchaus zum nachdenken an. Ich werde die Geschichte des kleinen Prinzen von jetzt an in einem ganz anderen Licht sehen, denn es ist durch die Lektüre dieses Buches noch wertvoller geworden. Ich kann dieses wundervolle Buch deshalb nur allen Liebhabern des kleinen Prinzen empfehlen.
Vielen Dank an den Karl Rauch Verlag der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
- Bewertung:

19. Nov 2011
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2011
Benedict Wells – Fast genial

- Verlag: Diogenes
- Seitenzahl: 322
- Teil einer Reihe?: Nein
- Inhalt:
Francis Dean ist 17 Jahre alt und lebt mit seiner Mutter in einem Trailerpark in New Jersey. Seine Mutter ist schwer psychisch krank und offenbart ihm nach einem Selbstmordversuch endlich das lang gehütete Geheimnis seines Vater und seiner Zeugung. Francis ist ein Retortenbaby und sein Vater ein vermeintliches Genie, denn seine Mutter hat an einem Experiment teilgenommen, welches zum Ziel hatte intellegiente Kinder zu “konstruieren”. Gemeinsam mit Anne-May, einem Mädchen, dass er in der Psychiatrischen Klinik kennengelernt hat und seinem besten Freund Grover macht er sich auf den Weg seinen Vater zu suchen. Ein spannendes Abenteuer mit vielen neuen Wendungen und einem absoluten Showdown als Finale beginnt.
- Rezension:
Ich war sehr neugierig auf das Buch, nachdem ich im Rahmen einer Buchvorstellung in einer Buchhandlung darauf aufmerksam gemacht wurde und habe mich deshalb sehr darauf gefreut, dieses Buch zu lesen. Leider bin ich ein kleines bisschen davon enttäuscht, denn das Ende gefällt mir nicht. Es ist mir persönlich zu offen – ich verstehe die Intention des Autor, aber ich persönlich hätte einfach gern wenigstens erfahren, ob er nun Rot oder Schwarz sieht. Der Rest des Buches gefällt mir aber sehr gut. Die Geschichte ist spannend geschrieben und die Charaktere toll konstruiert. Auch die vielen kleinen Details, die man über die Beziehungen unter den drei sehr unterschiedlichen Jugendlichen erfährt, finde ich toll und sehr authentisch. Besonders gut gefällt mir die Episode, als Grover fast in den Gran Canyon stürzt aber auch das gemeinsame Träumen von einem Haus oder das nächtliche Gespräch von Francis und Anne-May finde ich sehr gut und gefühlvoll. Es macht das Buch aus, das eben nicht alles wie geplant läuft. Der Vater von Francis ist ein krimineller Betrüger, die Freundschaft zwischen Francis und Grover übersteht das Studium nicht und Anne-May liebt ihn nicht genug, obwohl er der Vater ihres Kindes ist. Und gerade diese Aspekte machen das Buch so wertvoll. Schade dass wir nicht erfahren, ob Francis in den Krieg geht oder sich ein neues Leben mit seiner kleinen Familie aufbauen kann.
Vielen Dank an den Verlag Diogenes, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
- Bewertung:

15. Okt 2011
Autor: Stephi | Abgelegt in: andere Rezensionen (vor Blogbegin)
Bertina Henrichs – Die Schachspielerin

- Verlag : Diana Verlag (RANDOMHOUSE GRUPPE)
- Seitenzahl : 175
- Teil einer Reihe? : Nein
- Inhalt:
Eleni ist Zimmermädchen in einem Hotel auf der griechischen Mittelmeerinsel Naxos. Eines Tages stößt sie beim Aufräumen eines der Zimmer auf eine umgefallende Schachfigur. Dadurch wächst auch in Eleni der Wunsch ihr Leben zu verändern. Sie will Schachspielen lernen, denn das Spiel der Könige lässt sie nicht mehr los. Ihre Freuden und Familie haben kein Verständnis dafür, dass eine Putzfrau Schach spielen möchte. Deshalb versucht sie es geheim zu halten und denkt sich eine Menge Tricks aus, um es trotzdem weiterverfolgen zu können. Sie beginnt mit dem Unterricht bei einem alten Lehrer ihrer Kindheit. Eleni wird immer besser und verbringt viel Zeit mit dem Schachspiel. Weil ihr das aber keiner wirklich zutraut entstehen die unglaublichsten Geschichten und Gerüchte und Eleni setzt eine Menge aufs Spiel.
- Rezension:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere sind liebevoll und detailreich erdacht. Besonders Eleni und ihren Lehrer Kouros finde ich toll. Es hat mir sehr gut gefallen, wie sich Eleni durch das Schachspiel und die Zeit mit ihrem ehemaligen Lehrer und Mentor verändert. Die Geschichte ihrer Wandlung ist sehr spannend beschrieben und der Leser “fiebert” mit, als Eleni z.B. zu Beginn des Buches ihr Spiel verstecken muss und die Entdeckung fürchten muss, oder sie sich immer neue Gründe ausdenkt, um Üben zu können und droht augzufliegen. So emanzipiert sie sich, ohne es eigentlich wirklich zu wollen, sie will doch “nur” Schach spielen. Dabei setzt sie eine Menge aufs Spiel, als sie irgendwann nicht mehr nur im geheimen dem für sie so wichtig gewordenen Spiel der Könige nachgehen möchte. Sie riskiert Arbeitsplatz und Ehe, ohne das es ihr richtig bewusst ist und irgendwie im Stillem. Gerade deshalb hat mir das Buch so gut gefallen, weil Eleni kein typisches Beispiel für eine sich emanzipierende Frau ist. Ihre Revolution ist langsam, behutsam und leise und damit umso beindruckender. Auch gefällt mir gut, wie sehr Eleni sich in eine Sache vertieft und alles für ihren Traum tut einmal bei einem richtigen Schachtunier anzutreten. Sie gibt nicht auf und glaub an sich. Das ist etwas, was man als Leser von Eleni lesen kann.
- Bewertung:
