7. Mai 2012
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2012
Janet Clark – Schweig still süßer Mund

- Verlag: Loewe
- Seitenzahl: 350
- Teil einer Reihe?: Nein
- Inhalt:
Jana und Ella sind beste Freundinnen. Auch wenn Ella in letzter Zeit komisch ist und Jana längst nicht mehr alles über sie erfährt, so ist sich Jana doch sicher, dass etwas schlimmes passiert sein muss, als Ella plötzlich spurlos verschwindet. Die Polizei glaubt nicht an ein Verbrechen und so ermittelt Jana auf eigene Faust. Sie erfährt Dinge, die sie lieber nicht gewusst hätte, bleibt aber trotzdem bei der Sache und kommt so dem Täter gefährlich nah…
- Rezension:
Das Buch ist einfach klasse. Das Cover finde ich total schön und wenn man den Klappentext nicht liest, könnte man denken, es sei ein total romantisches Mädchenbuch. Dem ist aber nicht so, denn hinter “Schweig still süßer Mund” verbirgt sich ein wahnsinnig spannender Thriller, allerdings irgendwie durchaus mir romantischen Momenten. Ich habe dieses Buch von der ersten Seite an förmlich verschlungen und nicht einmal ein prall gefülltes Bordbistro hat mich vom weiterlesen abhalten können, auch nicht, dass ich gar keinen richtigen Sitzlatz hatte. Der Aufbau des Buches ist genial, wie man immer wieder Fragmente von Ellas Gedanken liest und dann wieder zu Janas Geschichte wechselt. Jana ist toll, ich finde ich beeindruckend wie sehr sie alles mögliche tut, um ihre Freundin zu finden und sich auch von unangenehmen Entdeckungen nicht entmutigen lässt. Die Geschichte an sich ist fesselnd und spannend, besonders der Schluss lässt es richtig knistern und man kann das Buch jetzt gar nicht mehr aus der Hand legen, weil man zu ahnen beginnt, in welch großer Gefahr Jana schwebt und ihr ab liebsten Tipps zurufen möchte. Janas Verhalten am Ende des Buches hat mich sehr überrascht, aber gerade deshalb gefällt es mir sehr gut und es regt durchaus zum Nachdenken darüber an, was schuldig sein bedeutet. Ich denke Jugendlichen, natürlich besonders Mädchen, wird dieses Buch sehr gut gefallen. Ich kann es aber auch erwachsenen Lesern empfehlen, die gern Thriller und Jugendbücher lesen.
Vielen Dank an den Loewe-Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
- Bewertung:

4. Mai 2012
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2012
Rachel Joyce – Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

- Verlag: Krüger (Fischer)
- Seitenzahl: 382
- Teil einer Reihe?: Nein
- Inhalt:
Harold Fey wollte eigentlich nur einen Brief in den Briefkasten werfen, doch dann pilgert er spontan 1000 Kilometer quer durch England. Wie es dazu kommt? Der Brief ist eine Antwort auf einen anderen Brief, den Harold zu Beginn des Buches bekommt. Dieser stammt von Queenie, einer ganz alten Freundin, die ihm mitteilt, dass sie schwer an Krebst erkrankt ist. Am Briefkasten denkt Harold dann es ist irgendwie nicht der richtige Zeitpunkt zum einwerfen und geht immer weiter von Briefkasten zu Briefkasten bis er sich schließlich entscheidet zu Fuß zu Queenie zu gehen, um sie zu retten. Wie diese Reise aussieht? Lest selbst in diesem Buch.
- Rezension:
Dieses Buch ist einfach genial und ich war sofort angetan, als ich es überraschenderweise zugeschickt bekommen habe. Auch die damit verbunden Aktion des “Bücher-wanderns” hat mich sogleich angesprochen und überzeugt. Natürlich habe ich da mitgemacht. Das Buch ist, versehen mit meinen Kommentaren, schon auf der Reise zu einer Freundin, die das Buch als nächste Lesen und kommentieren wird. Die Geschichte von Harold ist einfach unwahrscheinlich bewegend und hat mich sehr zum nachdenken angeregt, darüber was eigentlich wichtig ist im Leben. es ist beeidruckend wie sehr Harlod an seine Idee glaubt und wie er es ohne jegliche Vorbereitung umsetzt. Ich glaube das könnte ich nicht, diese Spontanität und Konsequenz ist wirklich beeindruckend. Insgesamt war ich von der Person des Harold Fry sehr beeindruckt und auch davon wie in dem Buch mit den Themen unbewätigte Vergangenheit, Loyalität, Liebe und Sterben umgegangen wird. Es ist toll zu lesen, wie Harold Menschen bewegt und er ihnen hilft einfach dadurch, dass er da ist und zuhört. Ich selbst durfte auch schon oft die Erfahrung machen, dass man mit Zufallsbekanntschaften sehr gute und tiefsinnige Gespräche führen kann. Außerdem hat mich das Buch nachdenklich gemacht darüber, wie schnell Dinge in die Medien geraten und so “außer Kontrolle geraten” können. Die Krönung der Geschichte, in der ich immer wieder selbst über mich nachgedacht habe und die an sich schon bewegend ist, ist dieses unwahrscheinlich schöne und tiefsinnige Ende, dass damit beginnt, dass Harold und Maureen endlich über die Vergangenheit sprechen können, zuerst allein und dann sogar miteinander. Auch das Zusammentreffen von Harold und Queenie ist so unglaublich einfühlsam und schön geschrieben trotz seiner Traurigkeit. Mir sind die Tränen gekommen, als ich das Ende gelesen habe. Danke für dieses wundervolle Buch! Ich bin sicher, es wird noch viele Menschen auf seiner Reise berühren und sie zu einer eigenen inneren Reise anregen. Ich kann es daher nur weiterempfehlen!
Vielen Dank an den Krüger bzw. Fischer -Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Vorab-Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und mich auf die Aktion aufmerksam gemacht hat!
- Bewertung:

9. Apr 2012
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2012
Maria Ernestam – Das verborgene Haus

- Verlag: btb
- Seitenzahl: 377
- Teil einer Reihe?: Nein
- Inhalt:
Viola verreist mit ihren zwei jugendlichen Töchtern und ihrem Mann Axel in ein Ferienhaus. Bei einem Besuch bei ihrer Schwiegermutter in einem Altersheim trifft sie auf die 90-jährige Lea, die ihr viel von ihrem Leben erzählt und ihr eine Sammlung von kurzen Gesichten gibt, die sie zum Nachdenken anregen über die Liebe und das Leben. Dabei merkt sie nach und nach, wie sie sich immer mehr von ihrem Ehemann entfernt, der schwer krank ist und sich seitdem sehr verändert hat. Am Ende steht Viola vor einer schwierigen Entscheidung…
- Rezension:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, obwohl sich seine Handlung in nur wenigen Sätzen zusammenfassen lässt. Es ist einfach sehr bewegend mitzuerleben, wie sich Viola und ihr Mann immer mehr entfernen und sich Viola gleichzeitig immer mehr Lea oder vielmehr ihren Geschichten annähert. Genau diese Kurzgeschichten innerhalb der großen Gesamtgeschichte sind es, die das Buch für mich so wertvoll gemacht habe, denn gemeinsam mit Viola haben sie mich zum Nachdenken über die Liebe und den Sinn des Lebens und die Frage nach der Ewigkeit nachdenken lassen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!
Vielen Dank an den btb-Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Vorab-Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
- Bewertung:

26. Mrz 2012
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2012
Sasha Wagstaff – Was sich liebt, das rächt sich

- Verlag: blanvalet
- Seitenzahl: 604
- Teil einer Reihe?: Nein
- Inhalt:
Zwei Männer, die sich absolut nicht ausstehen können und deren Feindschaft nach 20 Jahren wieder auflebt: Judd Harrington und Lochlin Maguire. Sie bekämpfen sich auf allem Ebenen sowohl privat als auch geschäftlich. Ausgerechnet ihre eigenen Kinder verlieben sich ineinander, was von den Väter natürlich nicht gebilligt wird. Hat die Liebe trotzdem eine Chance?
- Rezension:
Mich persönlich hat diese aktuelle Version der Romeo und Julia Thematik nicht wirklich überzeugt. Die Geschichte ist meiner Meinung nach zu verworren und lang – vielleicht hätte die Autorin besser zwei Teile machen sollen. Auch die Charaktere haben mich nicht wirklich überzeugt und die gesamte Handlung mich nicht wirklich fesseln können. Es ist unglaublich, wie viel Kraft der hass haben kann, dass macht das Buch deutlich, zum Glück aber auch, dass die Liebe noch mehr Kraft haben kann. Auch zeigt das Buch noch einmal, welche Gefahren Machtmissbrauch und Missgunst mit sich bringen, dass macht durchaus nachdenklich. Trotzdem kann ich das Buch nicht wirklich weiter empfehlen, zumindest nicht für Leser, die eine schöne und romantische Lovestory erwarten.
Vielen Dank an den blanvalet-Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
- Bewertung:

24. Mrz 2012
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2012
Andrea Schacht – Kyria & Reb 1. Bis ans Ende der Welt

- Verlag: Egmont INK
- Seitenzahl: 381
- Teil einer Reihe?: Ja
- Inhalt:
Wir befinden uns in der Zukunft: Die 17-jährige Kyria lebt in der komplett überwachten Welt von New Europe. Als sie mal wieder im Heilungshaus ist trifft sie auf Reb, eine Draufgänger, der in der Welt außerhalb der Bewachung lebt. Als sie zufällig erfährt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, flieht sie gemeinsam mit ihm in die Reservate und lernt ein ganz neues Leben kennen…
- Rezension:
Das Buch ist klasse, ich habe es total verschlungen und am Abend gelesen, bis mir die Augen zugefallen sind. Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt und meine Begeisterung hat bis zum Ende nicht nachgelassen. In Kyria und Reb habe ich mich sofort verliebt und habe mit ihnen mitgefiebert, ob und wie ihnen ihre Flucht gelingt. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil und hoffe auf ein wenig Romantik für die beiden. Ich denke dieses Buch wird auch Jugendliche fesseln,begeistern und sie anregen über das Leben und die Eventualitäten einer anderen Welt nachzudenken, z.B. über das Thema Überwachung oder Männerrolle. Ich kann es nur weiterempfehlen, denn es ist wirklich klasse!
Vielen Dank an den Egmont-INK-Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
- Bewertung:

16. Mrz 2012
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2012
Jörg Kästner – Engelspapst

- Verlag: Knaur
- Seitenzahl: 638
- Teil einer Reihe?: Nein
- Inhalt:
Alexander Rosin ist Mitglied der Schweizer Garde. Als sein Onkel, ebenfalls Mitglied der Schweizer Garde, und dessen Frau unter mysteriösen Umständen umgebracht werden, begibt er sich auf Spurensuche. Alles scheint mit dem neuen, sehr liberalen Papst zu tun zu haben und mit Geheimnissen, die sie sich um seine Person und einen besonderen Edelstein der das wahre Gesicht Christi zeigen soll, drehen. Gemeinsam mit dern Journalistin Elena begibt sich Alexander auf eine gefährliche Suche und findet dabei Dinge auch über sich selbst und seine eigene Familie heraus, die er nie vermutet hätte.
- Rezension:
Das Buch hat mir von der ersten Seite an sehr gut gefallen und ich frage mich rückblickend, warum ich so lange gewartet habe, bis ich mit dem Lesen angefangen habe. Die Geschichte fesselt von der ersten Seite an und Alexander und Elena sind einfach genial. Ich möchte zum Inhalt nicht mehr sagen, außer, dass ich selbst an einigen Stellen völlig baff über die Entwicklungen der Geschichte war und mit den beiden gemeinsam Vermutungen darüber angestellt habe, was wohl hinter allem steckt. Das Ende des Buches und die Offenbarung der wahren Gestalt Christi ist mir persönlich etwas weit hergeholt, aber immerhin mal etwas neues und sehr überraschend. Es ist kaum zu glauben, wie viele Legenden sich um das Bild da Vincis “das letzte Abendmahl” ranken und allgemein um das Leben und Sterben Jesu. Ich kann das Buch wirklich nur allen Liebhabern von Vatikan-Thrillern ans Herz legen: meiner Meinung nach kann dieses Buch durchaus mit Dan Brown mithalten.
- Bewertung:

15. Mrz 2012
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2012
Yvonne Lehmann – Das Geheimnis eines Sommers

- Verlag: GerthMedien
- Seitenzahl: 381
- Teil einer Reihe?: Nein
- Inhalt:
Die drei Freundinnen Annette, Laura und Ruby kennen sich seit ihrer Kindheit. Auch als Erwachsene sind sie wieder befreundet, nachdem sie alle nach und nach wieder in den Heimatort zurückkehren, doch sie verbindet ein Geheimnis. Zwanzig Jahre nach dem Vorfall, der ihre Leben verändert hat, sind sie gezwungen sich noch einmal damit auseinander zu setzten, was damals passiert ist, als sie mit der sterbenskranken Eunice einen Ausflug ans Meer machen.
- Rezension:
Das Buch hat mir gut gefallen. Es lässt sich leicht lesen und die Geschichte ist spannend konstruiert, denn erst ganz am Ende erfährt der Leser das letzte Puzzle-Stückchen des Geheimnisses, dass die drei Freundinnen verbindet. Die Art und Weise wie der Roman aufgebaut ist gefällt mir sehr gut. Es ist beeindruckend, wie Eunice beschrieben wird und was für eine starke Persönlichkeit sie ist und wie sie anderen zur Seite stehen kann, obwohl sie weiß, dass sie bald sterben wird. Auch der Umgang mit den Themen Schuld und Vergebung gefällt mir sehr gut. Das Buch macht auf wundervolle Art und Weise deutlich, was Schuld aus Menschen machen kann, wenn sie nicht verarbeitet und vergeben wird und macht zeigt auf, welche Kraft in einer Aufarbeitung von Problemen und der Vergebung stecken kann. Leider ist mir die Darstellung des Christsein in diesem Buch etwas zu konservativ und auch die Bedeutung des Glaubens im täglichen Leben finde ich etwas zu “übertrieben” und plakativ geschildert, vielleicht typisch amerikanisch. Trotzdem kann ich das Buch weiterempfehlen, z.B. für einen Strandurlaub mit einer lieben Freundin.
- Bewertung:

14. Mrz 2012
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2012
Kate Morton – Der verborgene Garten

- Verlag: Diana Verlag
- Seitenzahl: 640
- Teil einer Reihe?: Nein
- Inhalt:
Die Australierin Cassandra erbt von ihrer Großmutter ein Haus in Cornwall und begibt sich auf eine Reise dorthin und gleichzeitig in die Vergangenheit. Parallel erfahren wir die Geschichte der Cousinen Eliza und Rose, die gemeinsam aufwachsen und erwachsen werden, dabei spielt ein verborgener Graten eine wichtige Rolle. Nach und nach erfahren wir die Verknüpfungen zwischen den Zeiten und die Bedeutung von Blackhurst Major für Casanovas Familie.
- Rezension:
Das Buch hat mir sehr gut gefalle, sogar noch besser als das erste Buch von Kate Morton “Das geheime Spiel” und die Geschichte mich von Anfang an gefesselt. Die Charaktere sind irgendwie auf ihre Art und Weise alle liebenswert, besonders natürlich Eliza, Cassandra und ihre Großmutter. Es ist wahnsinnig spannend nach und nach zu erfahren, wie alles zusammenhängt und wer Cassandras Großmutter wirklich ist. Die Rollen die die das Märchenbuch dabei spielt gefällt mir sehr gut! Und die Beziehung von Cassandra und Christian ist einfach rührend,auch wenn sie für die große Handlung eigentlich keine Rolle spielt, besonders, wenn man am Ende alle Details kennt. Dieses Buch beschäftigt sich auf eine besondere Art und Weise mit den Verflechtungen die innerhalb einer Familie entstehen können und damit, welche Konsequenzen egoistisches Handeln haben kann. Ich habe das Buch verschlungen und finde dieses Buch ist absolut empfehlenswert.
- Bewertung:

7. Mrz 2012
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2012
Anna Kuschnarowa – Junkgirl

- Verlag: Beltz
- Seitenzahl: 224
- Teil einer Reihe?: Nein
- Inhalt:
Alissa verliebt sich in Tara, weil sie so ganz anders ist als die Anderen. Um Taras Zuneigung und Aufmerksamkeit zu bekommen tut Alissa alles – sie nimmt sogar Drogen. Aus Alias Sicht bekommen wir nun ihr Leben mit den Drogen beschrieben.
- Rezension:
Ich bin durch eine Postkarten-Werbung in einem anderen Buch auf diesen Titel aufmerksam geworden. Leider hat das Buch mich nicht so überzeugt. Die Geschichte an sich finde ich spannend und auch, dass das Buch aus Sicht von Alissa selbst erzählt wird, gefällt mir gut. Aber die Inhalte der Geschichte haben mich nicht wirklich ünerzeugt und die Art und Weise wie Alissa schreibt gefällt mir nicht so gut. Ich bin mir aber sicher, dass dieses Buch Jugendliche ansprechen kann und sie noch einmal neue aufrütteln kann, wie gefährlich der Umgang mit Drogen ist und wie leicht man in ihren Sog gerät.
Vielen Dank an den Beltz & Gelberg Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
- Bewertung:
