28. Feb 2012
Autor: Stephi | Abgelegt in: andere Rezensionen (vor Blogbegin)
Iny Lorenz – Das Vermächtnis der Wanderhure

- Verlag: Knaur
- Seitenzahl: 720
- Teil einer Reihe?: Ja
- Inhalt:
Als Maries Todfeindin Hulda erfährt, dass ihre Rivalin wieder schwanger ist, schmiedet sie einen perfiden Plan: Marie soll entführt und für tot erklärt werden. Zunächst scheint der Plan zu gelingen: Marie landet in den Händen eines Handelsherrn, der sie als Sklavin verkaufen lässt. Zusammen mit dem Sohn, den sie inzwischen geboren hat, gerät sie in den Besitz von Anna, Gemahlin des Neffen des Großfürsten von Moskau. Es gelingt ihr, Annas Vertrauen zu gewinnen, doch dann schwebt diese selbst in höchster Gefahr und muss fliehen. Als es Marie endlich gelingt, unter Einsatz ihres Lebens den Weg in die Heimat zu finden, muss sie feststellen, dass ihr geliebter Michel nicht mehr frei ist … (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)
- Rezension:
Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Ich mag historische Romane sehr gerne, am liebsten solche mit starken Frauengestalten des Mittelalters. In Marie habe ich mich sofort verliebt, es ist beindruckend wie stark sie ist und wie sehr sie für ihre Interessen und die Menschen kämpft, die ihr wichtig sind. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen, auch gerade den Menschen, denen der Film heute Abend gut gefallen hat und die etwas über die Vorgeschichte wissen möchten.
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Bewertung: 
20. Dez 2011
Autor: Stephi | Abgelegt in: andere Rezensionen (vor Blogbegin)
Donna W. Cross – Die Päpstin

- Verlag: Aufbau Taschenbuch Verlag
- Seitenzahl: 585
- Teil einer Reihe?: Nein
- Inhalt:
Johanna wächst als Tochter eines strenggläubigen Dorfpriesters und einer heidnischen Mutter auf. Schon als kleines Mädchen zeigt sich ihr außerordentliches Interesse am Lernen, was ihr allerdings vom zuerst Vater verwehrt wird. Doch dann bekommt sie unter der Bedingung das ihr Bruder ebenfalls unterrichtet wird eine fundierte Ausbildung, u.a. auch an einer Domschule. Doch Johanna weiß, dass sie nur als Mann eine Chance hat und so gibt sie sich als ihr verstorbener Bruder Johannes aus und geht an seiner Stelle ins Kloster nach Fulda. Dort lebt sie lange unerkannt, bis sie ihre Entlarvung fürchten muss. Auf Umwegen führ sie ihr Lebensweg direkt nach Rom zu Papst und wird sogar sein Leibarzt. Als Johannes Anglicus wird sie schnell berühmt und gewinnt immer mehr Einfluss. Am Ende besteigt sie selbst den päpstlichen Thron.
- Rezension:
Dieses Buch hat mir schon beim ersten Lesen im Jahr 2000 sehr gut gefallen. Als ich gestern den Film im Fernsehen war, wurde ich wieder an dieses ganz besondere Buch erinnert. Auch wenn die Geschichte von der Päpstin nur auf einer Legende beruht , ist sie doch sehr spannend zu lesen und zeigt das Leben von Frauen im Mittelalter. Ich bin mir sicher, dass es viele Frauen gab, die als Mann gelebt haben um Zugang zu Bildung zu bekommen. Besonders gut gefällt mir genau diese Idee des Buches, wie Mädchen und Frauen dafür kämpfen Bildung zu erlangen und dafür sogar ein Leben im verborgenen als Mann auf sich nehmen. Die Person der Johanna ist einfach unglaublich und beeindruckend und das Buch sehr gut geschrieben. Ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch einmal selbst zu lesen.
- Bewertung:

8. Dez 2011
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2011
Barbara Piazza – Die Frauen der Pasqualinis

- Verlag: Limes
- Seitenzahl: 767
- Teil einer Reihe?: Nein
- Inhalt:
Das Buch beginnt 1908 in Neapel. Die Reederstochter Sofia Mazone verliebt sich in den einfachen Handwerker Stefano Paqualini. Leider muss sie aus geschäftlichen Gründen und durch den Druck ihres Vaters einen anderen Mann heiraten. Zu diesem Zeitpunkt ist sie bereits schwanger von Stefano. Dieser wandert aus Liebeskummer nach Deutschland aus und gründet dort eine neue Familie mit Anna Sailer.Dort treffen die beiden Frauen unerwartet aufeinander und Stefano stirbt am selben Tag bei einem Unfall. Das alles hat nicht nur Konsequenzen für das Leben dieser Generation, sondern auch für die Kinder und Enkelkinder der beiden Frauen. Es folgen einige persönliche Katastrophen, hinterhältige Verschwörungen, Liebe, Hass und Missverständnisse und auch in den nächsten beiden Generationen verknüpfen sich die Fäden dieser beiden Familien immer wieder und es wird deutlich, dass sich die Frauen der Mazone Familie auf geheimnisvolle Art und Weise zu den Männern der Pasqualinis hingezogen fühlen. Erst nach einem halben Jahrhundert scheint es endlich zu einer Versöhnung kommen zu können…
- Rezension:
Das Roman ist super, spannend und zugleich romantisch. Es hat mir sehr gut gefallen, wie die Geschichte sich immer wieder in neuen Wendungen weiterentwickelt hat. Die Charaktere sind dabei sehr sympathisch, weil sie mehrschichtig sind und sich innerhalb des Buches weiter entwickeln und verändern. Auch ist es schwer eindeutig zu bestimmen, wer die “Opfer” und wer die “Täter” sind, es scheint vielmehr so als seien sie allesamt “Leidtragende” der Umstände in die sie geraten und der kaum zu glaubenden, aber trotzdem nicht unrealistisch wirkenden Zufälle, die sie immer wieder zusammenführen und des Krieges der Kommunikation zweitweise schwer macht. Die Charaktere zeigen Stärke und Gefühle, das gefällt mir sehr gut das Ende, als sich die beiden Frauen: Anna und Sofie: auf der Hochzeit ihrer Enkelkinder stumm versöhnen fand ich sehr rührend. Es wird deutlich dass die Mütter eigentlich immer nur das Beste für ihre Kinder gewollt haben. “Die Frauen der Pasqualinis” ist wirklich eine sehr sehr bewegende Geschichte über eine deutsch-italienische Familie. Ich kann das Buch nur empfehlen, denn es ist nur toll zu lesen, sondern regt zum Nachdenken über Politik, Macht und Liebe an.
Vielen Dank an den Limes Verlag, der mir dieses Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
- Bewertung:

13. Okt 2011
Autor: Stephi | Abgelegt in: Rezensionen 2011
Marie Cristen – Das flandrische Siegel

- Verlag : Knaur
- Seitenzahl : 558
- Teil einer Reihe? : Ja – Es ist der dritte Teil der historischen Flandern Saga:
1. Beginenfeuer
2. Die Stunde des Venezianers
3. Das flandrische Siegel
4. Der Damenfriede
- Inhalt:
Brügge im 15.Jahrhundert: Die christliche Kaufmannstocher Christina hat sich in einen Juden verliebt und will nicht den von ihrem Vater für sie ausgesuchten Ehemann heiraten. Auch ihr Bruder Lucas leidet sehr unter dem Vater. Außerdem wird die Familie erpresst. Es bleibt nur ein Ausweg: Die Flucht nach Venedig. Eine sehr beschwerliche und abenteuerliche Reise beginnt und am Ende kommt alles anders als geplant.
- Rezension:
Dieses Buch war ein Zufallskauf, über den ich sehr froh bin, denn ich habe mich sofort in das Buch verliebt. Es ist ein toller, sehr spannend geschriebener historischer Liebesroman. Er beinhaltet mindestens vier wundervolle Liebes-geschichten: 1. Christina und Daniel: Wie stark die Gefühle der Beiden sind und welchen Mut und wie viel Kraft sie daraus schöpfen ist einfach toll. Sehr beeindruckend finde ich wie Christina aus Liebesgründen zum Judentum konvertieren möchte und vor allem aber, wie sie auf dem Schiff bleibt um den zum todgeweihten Daniel nicht im Stich zu lassen. 2. Hannah und Lucas: Es ist einfach rührend mitzuerleben, wie behutsam Lucas mit Hannah umgeht und wie unendlich viel Geduld sie mit ihm hat. Wie schön, dass ihre Gefühle, die Hannah seit Kindertagen empfunden hat, nun endlich erwidert werden als Lucas endlich ein Licht aufgeht und ihm deutlich wird, was er für Hannah fühlt. Es ist beeindruckend zu Lesen, wie die Liebe Wunden heilen kann. Hannah will für Lucas ihre Religion wechseln und Christin werden, aber auch, weil sie findet der Gott der Christen ist ein segnender und nicht so strenger Gott wie bei den Juden. 3. Matthis und Anneke: Die Beiden nähern sich in diesem Buch nur sehr zaghaft an. Man merkt aber an Annekes Verhalten trotzdem deutlich, welche Kraft Menschen entwickeln können, wenn sie sich gegen ein Unrecht zur Wehr setzen wollen, das Menschen angetan wird, die ihnen etwas bedeuten. Leider kommen die beiden (in diesem Buch) aufgrund ihrer Standesunterschiede nicht zusammen. Ich hoffe allerdings sehr, dass dies u.a. Inhalt des fünften Bandes ist. 4. Christian und Lionel: Einfach zum “dahinschmelzen” wie sich der Kapitän der Esperanza alle erdenkliche Mühe gibt Christiana nach dem Tod von Daniel neuen Lebensmut zu schenken, indem er ihr z.B. die kleine Katze in die Obhut gibt, die sie fortan begleitet. Ich war beeindruckt von seinem Verhalten, besonders nach Christians Beichte. Es ist so schöööööön, dass die beiden am Ende heiraten. Auch wenn das beinahe wieder knapp an Christinas Selbst-zweifeln und ihrem Stolz gescheitert wäre. Sehr gut gefallen hat mir, wie alle drei Geschwister und Hannah ebenso eine starke Persönlichkeitsentwicklungen durchmachen, wie sich sich entwickeln und gestärkt aus diesen schlimmen Erfahrungen herausgehen und dabei über sich selbst hinauswachsen. Auch die anderen Charaktere des Buches sind sehr liebevoll geschildert. Mir gefallen dabei besonders die beiden Jungen Peter und Mauro, die zeigen wie stark Kinder in der damaligen Zeit schon sein mussten, die beide dabei aber so wahnsinnig liebenswert sind. Generell erfährt man während der Lektüre viele Informationen über das Leben im späten Mittelalter viele kleine Details aus dem täglichen Leben und insbesondere über das Christen- und Judentum. Das gefällt mir sehr gut. Man wird angerecht darüber nachzudenken, welche Bedeutung die Religion im Leben eines Menschen hat, was die Unterscheide zwischen Juden und Christen ausmacht, welche Gemeinsamkeiten es gibt und wie eine Beziehung zwischen Menschen verschiedener religiöser Richtungen möglich ist. Dies ist eine Frage, die auch heute noch aktuell ist. Ich finde es toll, wie deutlich dieser Roman macht, dass Liebe ihren Weg findet auch gegen alle Hindernissen und Schwierigkeiten. Ich bin sehr begeistert von diesem Roman und bin schon sehr gespannt auf die anderen drei Bände und freue mich auf den fünften Teil, der im Frühling 2011 erscheinen soll.
- Bewertung:
