Rezension: Endlich aufgewacht: Erinnerungen

Gisela Hetzer – Endlich aufgewacht: Erinnerungen

  • Verlag: Frieling Verlag
  • Seitenzahl: 79
  • Teil einer Reihe?: Nein
  • Inhalt: Die Autorin schildert in dem schmalen Taschenbuch die Geschichte ihrer „Einswerdung“ mit sich selbst und Allem was sie umgibt. Dieser Weg ist steinig und mühsam, voller Höhen und Tiefen, wächst sie doch in einer elterlichen Umgehung auf, die für sie keine Geborgenheit und Liebe bereithält. 1944, gegen Ende, des zweiten Weltkrieges, wird sie in der Nähe von Bremerhaven als Jüngste von vier Geschwistern geboren. Die Eltern übernehmen die kleine Maschinen-Stcikerei der verstobenen Großeltern und arbeiten hart aber letztlich ohne Erfolg. Die Ehe der Eltern scheitert, Gisela kämpft mit mangelndem Selbstwertgefühl , Übergewicht und den Nachstellungen ihres Vaters. Wie sie ihre Selbstzweifel , Panikattacken und ihren Hirninfakt überwindet schildert sie offen und ehrlich in der vorliegenden Biografie.
  • Rezension: Um es vorweg zu nehmen: Das Buch ist sprachlich eine Katastrophe. Es handelt sich um Verschriftlicht Umgangssprache, die Einwürfe „Tja“, „O ja“ die Ausdrücke „nichtsdestotrotz“ und „obschon“ kommen gehäuft vor, die „Trage“ wird mit einer „Bahre“verwechselt. Inhaltlich kommen einige Ungereimtheiten vor , die den abständigen Leser ärgerlich machen – aber sicher nicht den betroffenen. Jeder, der sein Dasein so wie Gisela – zeitweilig als eine Qual empfindet, jeder der entmutigt und verängstigt ist, dem jede Selbstachtung und jedes Selbstwertgefühl fehlen und sich mit der Autorin identifizieren können auf Grund der verständlichen und schlichten Sprache und der Aufrichtigkeit. Gisela hat ihren Weg gefunden über einen Begegnung mit dem Göttlichen, was ja nicht jedem Suchen zuteil wird, aber besonders auch durch die Heilmethode Reiki, die sie jedem ans Herz legt. Möge ihr Wunsch in Erfüllung gehen, dass anderen , die Ähnliches erleben oder erlebt haben, mit ihrer Geschichte Mut gemacht wird.
  • Bewertung: 

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Zorro

Über Zorro

Ich heiße Angelika Zörnig, bin Jahrgang 1948 und liebe Bücher und "Mon Cherie". Diese Kombination ist unschlagbar, besonders wenn es sich um Biografien, Familienromane, Psychodramen, Kurzgeschichten, Novellen und Lyrik handelt. Ansonsten gehe ich leidenschaftlich gern ins Theater und ins Kino oder beschäftige mich mit Märchenerzählen. Ich arbeite als Honorarkraft an einer Hamburger Grundschule. In dieser schönsten Stadt der Welt bin ich auch geboren und habe den größten Teil meines Lebens dort verbracht. Die Rezensionen werden von Stephi abgetippt.

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