Neuerscheinungen

Ich möchte euch heute schon mal auf ein tolles Kinderbuch aufmerksam machen, das demnächst erscheinen. Die Rezension wird am ET online gestellt.

Torben Kohlmann – Edison

ET 31.08.2018

 

 

 

Quelle der Bilder:
– https://www.torben-kuhlmann.com/bilderbücher/

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Rezension: Freundschaft und Liebe

Gottfried Schröder – Freundschaft und Liebe

  • Verlag: Frieling
  • Teil einer Reihe: Nein
  • Seitenzahl: 176
  • Inhalt: Ein Dorf-zwei Familien, beide verhängnisvoll miteinander verbunden durch Seitensprünge und deren Folgen. Marlene und Bernd mit ihren beiden Kindern kennen Gerda und Peter, ebenfalls zwei  Kinder, über die Schule und besonders über die Elternabende. Ihre Wege kreuzen sich aber nicht nur dort sondern auch mit einigen Beteiligten im Bett. Marlene geht mit Peter eine Liaison ein, die zwar schnell als Affäre abgetan wird, aber nicht ohne Folgen bleibt. Wie sehen die Folgen aus? Trennung, Versöhnung, Neubeginn? Vergebung, Vergeltung, Arrangement? Zwei Familien- zwei unterschiedliche Lösungen, deren Entwicklung kleinschrittig geschildert werden.
  • Rezension:Die Familien Klose und Schreiber sind die Hauptakteure in dem Buch und so klischeehaft gezeichnet, dass man nicht neugierig wird, wie die Geschichte wohl ausgeht und welche Wandlungen und Reifungen die Personen durchmachen. Man ahnt es lange schon, während man sich durch das Buch quält. Die Kapitelüberschriften sind  bieder ohne neugiereregende Wortwahl, nur Namen und Fakten: Peter, Gerda, der erste Elternabend, das geschah….), Die Figuren machen aggressiv durch ihre Oberflächlichkeit und Polarisierung: Bösewichte vs. Gutmenschen. Wieso ist Gerd so unendlich gut, wieso ist Peter mit der keifenden Xanthippe verheiratet, wieso benutzt der Autor so gestelzte Ausdrücke wie „nichtsdestotrotz“ statt trotzdem und warum „Eheweib“ statt Frau? Das macht den Text nicht lebendiger. Noch etwas zum Stil: Auf jeder Seite gibt es mindestens fünf Ausdrücke in Anführungszeichen. Das wirkt unprofessionell und legt den Verdacht nahe, der Autor findet keine schönen Formulierungen, oder er hat keine Lust über treffende Ausdrücke nachzudenken. Gerade von Belletristik erwarte ich Anschaulichkeit, Treffsicherheit  und Prägnanz und keine Nachlässigkeiten, erst dann wird das Lesen zum Vergnügen. Der Klappentext spricht von nervenzerreißendem Spiel um Gefühle und Vergeltung! Dem Leser, zumindest mir, ist das leider total verborgen geblieben.
  • Bewertung: 

Quelle des Bildes: https://www.frieling.de/Autoren/Schroeder,-Gottfried

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Rezension: Gedankenspiele über Nichts und Alles

Anne David – Gedankenspiele über Nichts und Alles

  • Verlag: Frieling
  • Teil einer Reihe: Nein
  • Seitenzahl: 124
  • Inhalt:Die Gedankenspiele über Nichts und Alles sind 115  in Gedichtform gefasste Überlegungen, Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse der Autorin. Es geht wirklich um Alles oder Nichts und deckt die gesamte Palette menschlichen Erlebens ab, zum Beispiel Tränen,  Identität, Selbsttäuschung, Grenzen erkennen, Verdacht, Kapitulation, falscher Kurs, Verlassen, um nur einige von ihnen zu nennen. Die Auswahl ist repräsentativ für den Tenor der Aussagen: wehmütig werden eher die verpassten Chancen thematisiert als Lebensfreude, Humor, Liebe, Hoffnung. Die Autorin sieht sich als Anregerin  für Nach-Denk-Anstöße und bietet laut Klappentext dem Leser die Möglichkeit, auf tiefe Wahrheiten über sich und das Leben zu stoßen
  • Rezension: Der Umschlag des Büchleins ist rührend gestaltet nach einem selbstgemalten Bild der Autorin und genauso rührend ist der Inhalt: Die Gedichte erinnern an Sinnfragen von Teenagern, die etwas krampfhaft auf der Suche nach ihrer Persönlichkeit und Tiefgang sind. Da werden nur wehmutsvolle Fragen gestellt und es wird sich um tiefsinnige Antworten bemüht, die oft an Kalenderweisheiten erinnern, zum Beispiel die Schlusszeilen des Gedichtes „Anpassung“. Es ist der Autorin unbenommen und bestimmt hilfreich, ihre Lebensfragen und Erfahrungen auf diese poetische Weise zu ver- und bearbeiten. Für den Leser ist das nicht besonders  bewusstseinserweiternd, da selbst erfahrene  Gefühle eben nur in schlichten Reimen ausgedrückt werden, ohne neue Erkenntnisse. Das Wissen darum, dass man mit seinen Zweifeln nicht alleine dasteht, mag manchen Leser mit Befriedigung erfüllen, reicht aber nicht, um auf tiefe Wahrheiten über sich selbst zu stoßen. So ist das Werk weder sprachlich noch inhaltlich anspruchsvoll und verführt nicht zu neuen Empfindungen und Erfahrungen.
  • Bewertung: 

Quelle des Bildes: https://www.frieling.de/Autoren/David,-Anne

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Rezension: Schlaf gut, Max!

Ed Vere – Der mutige Max

  • Verlag: Knedebeck
  • Teil einer Reihe: Nein
  • Seitenzahl: 32
  • Inhalt: Max ist müde also beginnt er Allen Gute Nacht zu sagen, doch er kann den Mond nicht finden. Bevor er ihn nicht gefunden hat kann er nicht schlafen gehen…
  • Rezension: Max finde ich nach wie vor sehr niedlich und die Idee der Geschichte auch gelungen. Ich denke Kinder können sich sehr gut mit Max identifizieren auch wenn es bei Ihnen wohl meist eher das verschwundenen Kuscheltier als der Mond ist. Daher eignet sich das Buch sehr gut als Einschlaf-Geschichte. Leider ist das Druckbild besonders in einem abgedunkelten Kinderzimmer teilweise sehr schwer zu erkennen. Aber man muss es einfach schnell auswendig lernen ;-).
  • Bewertung: 

Quelle des Bildes:https://www.knesebeck-verlag.de/schlaf_gut_max/t-1/706

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Rezension: Der mutige Max

Ed Vere – Der mutige Max

  • Verlag: Knedebeck
  • Teil einer Reihe: Nein
  • Seitenzahl: 32
  • Inhalt: Max ist eine kleine Katze und er möchte sehr mutig sein und Mäuse jagen. aber er wie gar nicht wie eine Maus überhaupt aussieht also macht er sich auf die Suche…
  • Rezension: Die Geschichte an sich und die Zeichnungen finde ich sehr niedlich und gelungen. Doch leider gefällt sie mir auf den zweiten Blick dann doch nicht so gut, weil sie sprachlich sehr „ungenau“ ist. Das ist sicher so gewollt, aber „sieht so Maus aus“ finde ich nicht gut für Kinder, die gerade sprechen lernen. Daher kann ich dass Buch nur eingeschränkt weiter empfehlen.
  • Bewertung: 

 

Quelle des Bildes: https://www.knesebeck-verlag.de/der_mutige_max/t-1/665

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Rezension: Reue

Sascha Berst-Frediani – Reue

  • Verlag: Gmeiner
  • Teil einer Reihe: Nein
  • Seitenzahl: 244
  • Inhalt: Der Untertitel: Die Geschichte eines Mordes, verheißt Spannung, Erklärungen, Hintergrundinformationen und Kurzweil. Die Geschichte spielt in einem Dorf in Deutschland. Sabine, eine intelligente, smarte Bankerin mit karrierewünschen, ist mit Dieter verheiratet, einem Bundeswehrangehörigen der eher schlichten Art, der unter der Woche in der entfernten Kaserne weilt und nur am Wochenende bei seiner Frau ist. Diese ist mit dem Arrangement zufrieden, aber da gibt es die Versuchung in Gestalt des Untermieters Thomas, dem bestaussehenden Junggesellen im Dorf. Und da gibt es Klatsch, Neid, Bespitzelung und Argwohn seitens der Dörfler. Alle Personen werden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und die Story spitzt sich langsam zu. Es gibt einen Toten, einen Verdächtigen aber keine Beweise. Mehr soll hier inhaltlich nicht verraten werden, da es sich ja um einen Krimi handelt.
  • Rezension:Das Buch kommt sprachlich und inhaltlich ziemlich bieder daher, ohne jede Raffinesse. Die Kapitel sind eher kurz und nur mit römischen Ziffern übertitelt. Immer wieder eingestreut und kursiv gedruckt sind die Protokolle der Verhaftung und der Vernehmungen. Man hat den Eindruck, die Beweisführung wird nur abgearbeitet und nicht logisch sich steigernd oder fokussierend. Die Charaktere bleiben seltsam hohl und man möchte sich nicht mit irgendjemandem identifizieren. Abständig betrachtet man die Beweggründe des Handelns uns schüttelt oft verständnislos den Kopf. Eigentlich sollte der Leser doch Ängste, Hoffnungen und Wünsche wiederfinden, Neugier und Sensationslust sollte in einem Krimi befriedigt werden, aber das bleibt leider aus. Die Charaktere sind schlichtweg unsympathisch, unglaubwürdig und hohl. Ihre Entwicklungen sind nicht recht nachvollziehbar. Wieso beschreibt der Autor detailreich und anschaulich die Mordlust des Ehemannes und deren brutale Umsetzung, ohne dass es vorher Anzeichen eines totalen Kontrollverlustes ohne Alkohol gab? Alles bleibt im luftleeren Raum und man bleibt mit dem Gefühl zurück, das ist eine Story der verpassten Chancen. Dazu kommt eine derbe Sprache, die kein Lokalkolorit bedeutet, sondern einfach manchmal vulgär ist und aufgesetzt wirkt.
  • Bewertung: 

 

Quelle des Bildes: https://www.gmeiner-verlag.de/krimis/titel/1752-reue.html

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Rezension: Jede Wolke hat einen Silberstreif

Barbara Beck – Jede Wolke hat einen Silberstreifen

  • Verlag: Frieling-Verlag Berlin
  • Teil einer Reihe: Nein
  • Seitenzahl: 175
  • Inhalt: Bill, ein kleiner Prachtfink, ein Wellenastrild, lebt mit seinen Eltern und seinen zwei Geschwistern auf Teneriffa. Er und sein älterer Bruder Max leben im Teide-Nationalpark in der Nähe des Vulkans, seine Schwester hat schon ihre eigene Familie gegründet. Jetzt ist er alt genug, seine erste Reise mit seinem Bruder zu unternehmen. Sie wollen ins Feriencamp auf Fuerteventura, ihre ersten Ferien ohne die Eltern und müssen dazu quer über den Atlantischen Ozean fliegen. Auf dem Flug erlebt Bill viele neue Eindrücke, er sieht zum ersten Mal Delfine und Wale mit ihrem Blasrohr, das er zunächst für einen Bauchnabel hält. Er ist fit, Dank der Spezialdiät seiner Mutter und genießt den Flug und ist voller Vorfreude. Dass er sich nicht zum Trainigscamp für Synchrongleiten auf Santiago, einer Kapverdischen Insel, bei dem berühmten Gründer Sie Alexander Swift anmelden durfte, weil der Flug dahin zu weit war, hat er wegen der beeindruckenden Natur fast vergessen. Da erfolgt ein Angriff der ärgsten Feinde der Finken, nämlich der Sperber, und Bill verliert den Anschluss an seinen Schwarm und später das Bewusstsein. Er wacht auf einem Kreuzfahrtschiff wieder auf und die Dinge entwickeln sich nicht nur für ihn sondern auch für einen anderen traumatisierten Vogel erst glimpflich und dann dann befreiend, beglückend und positiv.
  • Rezension: Die Autorin widmet das Buch ihren fünf Enkelkindern und ich hoffe, sie haben Geduld genug, dem  Text zu folgen: Nicht der Handlung – die ist eindimensional und verständlich – sondern den ständig eingesetzten Fachausdrücken. So tauchen neben lateinischen Vogelnamen lateinische Fachausdrücke aus der Kirchenzeremonie auf, Brot-und Holzkäfer werden mühsam mit klassifizierenden Ausdrücken wie Stegobium Paniceum und Anobium Punctatum belegt. Was soll diese Pseudowissenschaftlichkeit?
    Der ganze Text ist so aufdringlich gespickt mit aktuellen menschlichen Begriffen, die gerade durch die Presse gehen, dass man sich fragt, warum hat die Autorin die Geschichte überhaupt in die Welt der Vögel verlegt? Die Parallelen werden nicht nur angedeutet, sondern klischeehaft ausgereizt. Der Friseur, Monsieur Bleu ist natürlich französisch und schwul, Magnetorezeption ist die Fähigkeit, ein magnetisches Feld aufzuspüren, das erfährt der kindliche Leser so nebenbei, der Flug von Bill findet auf der Migrationsflugbahn statt, es gibt Fliegenpommes und Wurmburger von McTruthahn, das langweilt eher als dass es amüsiert.
    Die Aussage der Geschichte, jede Wolke hat einen Silberstreifen, jede Situation kann auch hoffnungsvoll sein, obwohl es zunächst nicht so aussieht, kommt überzeugend aber nicht sehr kurzweilig rüber. Zu offensichtlich ist das Bemühen, alles aus dem aktuellen Geschehen auf die Vogelwelt zu übertragen, ohne dass das Erzählte mehr Tiefe gewinnt oder an Spannung zunimmt. Die Vögel handeln und denken wie Menschen, von ihnen gehen keine neuen Erkenntnisse aus.
  • Bewertung: 

 

Quelle des Bildes: https://www.frieling.de/Autoren/Beck,-Barbara

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